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Sudan: UN berichtet über mehr als 1000 Tote in Flüchtlingslager

Im Rahmen eines neuen Berichts haben die Vereinten Nationen schwere Vorwürfe gegen die Miliz Rapid Support Forces (RSF) erhoben. Diese sind im Frühjahr während einer…

Sudan: UN berichtet über mehr als 1000 Tote in Flüchtlingslager

Im Rahmen eines neuen Berichts haben die Vereinten Nationen schwere Vorwürfe gegen die Miliz Rapid Support Forces (RSF) erhoben. Diese sind im Frühjahr während einer dreitägigen Offensive auf das Flüchtlingslager Samsam für die Tötung von mindestens 1013 Zivilisten verantwortlich.

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Der Bericht des UN-Büros für Menschenrechte, veröffentlicht am 19.12.2025, dokumentiert außerdem, dass durch den Angriff vom 11. bis 13. April mehr als 400.000 Bewohner des Lagers erneut vertrieben wurden. Die RSF hat im Zusammenhang mit dem seit April 2023 andauernden Krieg im Sudan, der zwischen der sudanesischen Armee und den RSF ausgetragen wird, ein besonders brutales Vorgehen gegen Zivilisten an den Tag gelegt.

Humanitäre Krise im Sudan

Die Vereinten Nationen bezeichnen den Konflikt im Sudan als die größte humanitäre Krise weltweit. Rund zwölf Millionen Menschen sind durch die Auseinandersetzungen zur Flucht gezwungen worden, und nahezu jeder zweite Einwohner des nordostafrikanischen Landes sieht sich akuter Hungergefahr ausgesetzt. Im Gegensatz zu anderen Krisen, wie etwa im Gazastreifen, erhält die Situation im Sudan jedoch deutlich weniger internationale Aufmerksamkeit.

Der Bericht hebt neben den Tötungen auch andere schwere Menschenrechtsverletzungen hervor, darunter Vergewaltigungen, Folter und Entführungen. Zudem wird aufgeführt, dass die RSF in den Monaten vor dem Angriff die Einfuhr von lebensnotwendigen Gütern wie Lebensmitteln und Wasser in das Lager blockiert hat und Angriffe auf Hilfsversorgungen verübt wurden.

Internationale Reaktionen

Der UN-Hochkommissar für Menschenrechte, Volker Türk, appellierte an die internationale Gemeinschaft: „Die Welt darf nicht tatenlos zusehen, wie sich eine solche Grausamkeit im Sudan als alltägliche Realität verfestigt.“

Bildquelle: Shutterstock

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