Die Verkehrsbehörde hat einer Neuregelung des Verkehrs in der Schanze zugestimmt, was bei Anwohnern und Geschäftsinhabern auf positive Resonanz stößt. Die Anwohner äußern sich erleichtert über die bevorstehenden Veränderungen, die eine Verbesserung der Verkehrssituation versprechen.
In der Schanze, einem beliebten Stadtteil, der oft von dichtem Verkehr geprägt ist, wurde nun eine grundlegende Neuordnung des Verkehrs beschlossen. Die Verkehrsbehörde hat sowohl Tempo 30 als auch Tempo 20 genehmigt, was die politischen Entscheidungsträger dazu veranlasst, konkrete Vorschläge zur Umsetzung zu erarbeiten.
Nach Angaben der Verkehrsbehörde passieren täglich etwa 7700 Fahrzeuge das Schulterblatt. In einem Abschnitt zwischen der Max-Brauer-Allee und dem Neuen Pferdemarkt gilt bereits nachts Tempo 30, um die Lärmbelastung zu reduzieren.
Im vergangenen Jahr forderte die Altonaer Grünen-Fraktion erneut eine Reduzierung der Geschwindigkeit in der Schanze und bat die Verkehrsbehörde um Unterstützung. Die Behörde bezeichnet die Schanze als „Zentrum des urbanen Marktplatzes“, das vor allem als Wohngebiet und Nahversorgungszentrum dient. Die hohe Fußgängerfrequenz erfordert eine Anpassung der Verkehrsregelungen.
„Die Schanze ist ein lebendiger Stadtteil, der eine verkehrsberuhigte Zone dringend benötigt“, sagte ein Sprecher der Grünen-Fraktion.
Die Verkehrsbehörde hat nun einer Tempo-30-Zone im Schulterblatt zwischen der Max-Brauer-Allee und dem Neuen Pferdemarkt zugestimmt. Auch die Einführung eines „verkehrsberuhigten Geschäftsbereichs“ mit Tempo 20 wird als grundsätzlich positiv erachtet.
Für die Umsetzung und Finanzierung dieser Maßnahmen ist jedoch das Bezirksamt Altona verantwortlich. Daher wird die Grünen-Fraktion am kommenden Montag gemeinsam mit der CDU einen konkreten Vorschlag im Mobilitätsausschuss einbringen.
Vorschläge zur Verkehrsberuhigung
Der Antrag sieht vor, folgende Punkte zu prüfen:
- Einrichtung eines verkehrsberuhigten Geschäftsbereichs im Schulterblatt zwischen der Rosenhofstraße und der Juliusstraße/Susannenstraße;
- Einrichtung eines weiteren verkehrsberuhigten Geschäftsbereichs im Schulterblatt zwischen der Juliusstraße/Susannenstraße und der Schanzenstraße;
- Erhalt mindestens einer Ampel an der Kreuzung Juliusstraße/Susannenstraße;
- Einrichtung einer Tempo-30-Zone im Schulterblatt bis zur Altonaer Straße/Max-Brauer-Allee;
- Prüfung der Möglichkeit, Fahrradstraßen in der Juliusstraße und der Susannenstraße einzurichten;
- Prüfung der Einrichtung von Tempo-20-Zonen oder Fahrradzonen in mehreren angrenzenden Straßen.
Die Umgestaltung der Schanze war bereits im Arbeitsprogramm des Bezirksamts für 2025 vorgesehen. Damals wurde jedoch darauf hingewiesen, dass die Umsetzung frühestens nach Abschluss des Verkehrsprojekts „freiRaum Ottensen“ erfolgen könne, also frühestens Anfang 2028. Im aktuellen Arbeitsprogramm wird die Schanze jedoch nicht mehr erwähnt, weshalb die Grünen und die CDU nun eine Beschleunigung des Prozesses anstreben.
Quellen: mopo, taz, Welt
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