Die Sicherheit in der Ostsee steht im Fokus, da die Bedrohungen durch hybride Angriffe zunehmen. Bundesinnenminister Alexander Dobrindt hat angekündigt, eine schnelle Reaktionstaskforce zur Abwehr solcher Angriffe einzurichten. Dies geschieht im Kontext eines Treffens mit den Innenministern der Ostsee-Anrainerstaaten und der irischen EU-Ratspräsidentschaft.
Wachsende Herausforderungen durch hybride Angriffe
Die Sicherheitsbehörden in Europa sehen sich zunehmend mit hybriden Bedrohungen konfrontiert, die neue Dimensionen annehmen. Dobrindt äußerte in Flensburg, dass die Angriffe in den kommenden Monaten „in einer neuen Qualität“ auftreten könnten. Er betonte die Notwendigkeit einer engen Zusammenarbeit zwischen den Anrainerstaaten, um diesen Herausforderungen besser begegnen zu können.
Einrichtung einer Reaktionstaskforce
Im Rahmen des Treffens erklärte Dobrindt: „Ziel ist es, dass wir eine schnelle Reaktionstaskforce einrichten, die uns ermöglicht, gerade im Bereich der Ostsee einen schnellen Austausch zu haben.“ Diese Taskforce soll insbesondere auf Drohnenangriffe reagieren, die als eine der größten Bedrohungen im Ostseeraum gelten.
Die Dimension der Bedrohung
Die hybride Bedrohung ist laut Dobrindt allgegenwärtig und betrifft den Ostseeraum besonders stark. „Sie trifft uns mit Drohnen in der Luft, aber auch im Wasser. Sie trifft uns im Cyberraum, und sie trifft uns hier auch ganz besonders bei der kritischen Infrastruktur,“ so der Minister. Es sei entscheidend, nach der Aufklärung über die Bedrohung auch entsprechende Maßnahmen zu ergreifen.
Reaktionen auf konkrete Vorfälle
Ein aktuelles Beispiel für die Bedrohungslage ist der versuchte Anschlag mit einer Sprengstoff-Drohne auf den Flughafen Leipzig vor etwa drei Wochen. Obwohl Russland als möglicher Urheber immer wieder genannt wird, hat die Bundesregierung den Vorfall bislang keinem Staat zugeordnet. Dobrindt betonte, dass eine geschlossene europäische Position bei einer möglichen Gegenreaktion Deutschlands notwendig sei.
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Quellen: n-tv
Bildquelle: Dietmar Rabich via Wikimedia Commons (CC BY-SA 4.0)
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