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Mehr als 60 Stunden offline: Iran kappt landesweit das Internet

Im Iran sind seit mehr als 60 Stunden Millionen Menschen vom Internet abgeschnitten, während das Regime die Maßnahme mit Sicherheitsgründen begründet. Menschenrechtsorganisationen kritisieren die Informationskontrolle und die wirtschaftlichen Folgen dieser umfassenden Abschaltung.

Mehr als 60 Stunden offline: Iran kappt landesweit das Internet

Inmitten des anhaltenden Konflikts und nach intensiven Luftangriffen hat das iranische Regime das Internet nahezu vollständig abgeschaltet. Seit mehr als 60 Stunden sind Millionen von Menschen vom globalen Netz abgeschnitten, was offiziell mit „Sicherheitsgründen“ begründet wird.

Fast vollständiger Netzausfall im ganzen Land

Der Iran ist seit über 60 Stunden nahezu vollständig vom internationalen Internet getrennt. Übereinstimmenden Berichten internationaler Beobachtungsstellen zufolge haben die iranischen Behörden den Datenverkehr erheblich reduziert. Ein großer Teil der Bevölkerung hat keinen Zugang mehr zu sozialen Netzwerken oder internationalen Nachrichtenportalen.

Betroffen sind sowohl mobile Datenverbindungen als auch stationäre Internetanschlüsse. Lediglich einige staatlich kontrollierte Dienste funktionieren in begrenztem Umfang weiter. Internationale Überwachungsdienste für Netzaktivitäten registrieren einen drastischen Rückgang des Datenverkehrs im gesamten Land.

Regierung spricht von Sicherheitsmaßnahme

Die iranischen Behörden rechtfertigen die Abschaltung mit Sicherheitsinteressen. Offizielle Stellen erklärten, dass man angesichts der militärischen Eskalation mit den USA und Israel die „öffentliche Ordnung“ aufrechterhalten und Cyberangriffe verhindern wolle. In diesem Kontext berichten Medien über die 45 Tote nach Protesten im Iran, was die Situation weiter verschärft.

Seit Beginn der Luftangriffe kommt es in mehreren Städten zu Explosionen und militärischen Auseinandersetzungen. In diesem Zusammenhang scheint die Führung in Teheran bestrebt zu sein, die Informationskontrolle im Inland zu verstärken.

Kritik von Menschenrechtsorganisationen

Internationale Menschenrechtsorganisationen üben scharfe Kritik an dieser Maßnahme. Ein landesweiter Internet-Blackout erschwert die unabhängige Berichterstattung und verhindert, dass Bilder oder Informationen aus dem Land nach außen dringen. In der Vergangenheit hatte das iranische Regime bei Protesten wiederholt das Internet eingeschränkt, um die Kommunikation zwischen Demonstrierenden zu unterbinden.

Informationskontrolle in Kriegszeiten

Die aktuelle Sperre gilt als eine der längsten und umfassendsten in der jüngeren Geschichte des Landes. Experten sehen darin den Versuch, die öffentliche Wahrnehmung der militärischen Lage zu steuern und die Verbreitung möglicher Bilder von Angriffen oder Schäden zu unterbinden. Während internationale Medien über die Eskalation berichten, bleibt die Informationslage innerhalb des Irans stark eingeschränkt. Unabhängige Überprüfungen der Situation vor Ort sind derzeit kaum möglich. Laut einem Live-Ticker wird die Lage weiterhin beobachtet.

Zusätzlich gibt es Berichte über die geopolitischen Auswirkungen, wie den Iran-Krieg, der Moskau erschüttert.

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Bildquelle: depositphotos

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