Im März 2023 wurde die zwölfjährige Schülerin Luise in einem Wald an der Grenze zwischen Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen tot aufgefunden.
Urteil des Landgerichts Koblenz
Nach dem gewaltsamen Tod von Luise aus Freudenberg im Siegerland müssen die beiden Mädchen, die die Tat gestanden haben, eine erhebliche Summe Schmerzensgeld an die Hinterbliebenen zahlen. Dies entschied das Landgericht Koblenz am Ende eines Zivilverfahrens, das rund drei Jahre nach dem Vorfall stattfand. Ein Strafprozess wurde aufgrund des jungen Alters der Beschuldigten, die zum Zeitpunkt der Tat 12 und 13 Jahre alt waren, nicht durchgeführt.
Höhe des Schmerzensgeldes
Das Gericht stellte fest, dass den Eltern und der Schwester von Luise insgesamt 85.000 Euro zustehen. Für die getötete Luise selbst wurden zusätzlich 40.000 Euro festgelegt, sodass sich die Gesamtsumme des Schmerzensgeldes auf 125.000 Euro beläuft. Darüber hinaus müssen die Beschuldigten auch die Bestattungskosten in Höhe von etwa 15.000 Euro übernehmen, sowie die Anwaltskosten.
„Die Kläger hatten ursprünglich 50.000 Euro Schmerzensgeld für Luise sowie jeweils 30.000 Euro für die klagenden Angehörigen gefordert“, so das Gericht.
Das Urteil ist jedoch noch nicht rechtskräftig.
Leidensweg von Luise
Ein zentraler Aspekt des Verfahrens war die Frage, wie lange Luise nach dem Angriff noch bei Bewusstsein war und wie groß ihr Leidensweg war. Diese Faktoren sind entscheidend für die Höhe des Schmerzensgeldes. Das Gericht kam zu dem Schluss, dass Luise erhebliches Leid erlitten hat und mindestens einige Minuten in extremer Panik und Todesangst verbrachte. Dies wurde unter anderem durch Spuren von Gegenwehr belegt. Der Mord wurde als heimtückisch eingestuft, was die Kammer fassungslos machte.
Details zum Mordfall
Zu Beginn des Prozesses im Juli 2025 erklärte ein Richter, dass Luise mit 74 Messerstichen getötet wurde. Sie erlitt zudem Verletzungen im Gesicht und starb letztendlich an Blutverlust sowie einem Pneumothorax, einer Luftansammlung im Brustraum.
Die Leiche des Mädchens wurde einen Tag nach ihrem Verschwinden im März 2023 in einem Wald an der Grenze von Nordrhein-Westfalen zu Rheinland-Pfalz entdeckt.
Quellen: mopo
Bildquelle: KI generiert