Eine Deutsche, die zuvor wegen eines tödlichen Verkehrsunfalls verurteilt worden war, wurde erneut in Italien bei einem Verkehrsunfall schwer verletzt. Gibt es einen Zusammenhang zu ihrem Aufenthalt in einer psychiatrischen Einrichtung?
Berichten zufolge ereignete sich der Vorfall am Sonntag in der Gemeinde Ronco all’Adige, nahe der norditalienischen Stadt Verona. Die italienische Polizei hat die Informationen bestätigt. Die Frau, die aus Niederbayern stammt, wurde direkt nach dem Unfall in ein nahegelegenes Krankenhaus gebracht und befindet sich auf der Intensivstation. Ihr Gesundheitszustand wird als kritisch, jedoch nicht als lebensbedrohlich eingeschätzt.
Hintergrund des vorherigen Unfalls
Im Juli 2023 hatte die Frau in der Nähe von Santo Stefano di Cadore in Norditalien eine Gruppe von Fußgängern erfasst. Bei diesem Vorfall verloren ein zweijähriger Junge sowie dessen Vater und Großmutter ihr Leben. Die Mutter des Kindes wurde verletzt in eine Klinik gebracht, während der Großvater aufgrund eines Herzinfarkts starb.
Flucht aus der Psychiatrie
Wenige Monate vor dem jüngsten Unfall wurde die Deutsche wegen ihrer Taten zu einer Haftstrafe von vier Jahren und acht Monaten verurteilt. Ein Richter beschloss, dass sie den Haftantritt in einer psychiatrischen Einrichtung in der Provinz Verona verbringen sollte, aufgrund ihres psychischen Zustandes. Laut Berichten soll die Frau während einer Pause über die Umzäunung der Einrichtung geklettert sein, bevor die Polizei informiert wurde. Die Ermittlungen zur genauen Unfallursache laufen noch.
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