Der Fall eines vor mehr als 40 Jahren verschwundenen Mädchens hat nun eine überraschende Wendung genommen. Die heute 46-jährige Frau, die in den USA als Kind entführt wurde, wurde nach Jahrzehnten wiedergefunden. Medienberichten zufolge lebte sie mit ihrer Mutter unter einer falschen Identität in einem anderen Bundesstaat.
Im US-Bundesstaat Kentucky verschwand das Mädchen in den 1980er Jahren. Die Mutter entführte die Tochter und veranlasste damit eine umfassende Suche, die sogar die Bundespolizei FBI einbezog. Der Vater gab an, dass er seine Frau und das Kind im Jahr 1983 nach Georgia begleitet hatte, wo sie eine neue Stelle antreten wollte. Dort angekommen, verschwanden sie jedoch spurlos.
Ermittlungen und Aufklärung des Falls
Erst jüngst führte ein Hinweis auf der Plattform „Crime Stoppers“ die Ermittler zu der Mutter, die in diesem Jahr in Marion County, Florida, gesichtet wurde. Ein DNA-Abgleich mit der Schwester der nun gefundenen Frau in Louisville bestätigte eine identische genetische Übereinstimmung von 99,9 Prozent, was die Identität der Frau bestätigte.
Im November erfuhr die Tochter von den Polizeibeamten, dass sie unter einer falschen Identität lebte. Ihnen zufolge sei sie eine vermisste Person. Bereits im Rahmen ihrer Ermittlungen kam es zu einem Wiedersehen mit ihrem Vater im Bundesstaat Kentucky, mehr als 40 Jahre nach ihrem Verschwinden. Der Vater äußerte sich emotional über die Rückkehr seiner Tochter.
Reaktionen auf den außergewöhnlichen Fall
Der Sheriff von Jefferson County, Steve Healey, bezeichnete den Fall als „außergewöhnlich“ und bemerkte, dass solche Ereignisse in der Laufbahn eines Polizeibeamten äußerst selten vorkommen. Er stellte fest, dass die Hartnäckigkeit der Ermittler in Verbindung mit dem Mut eines Hinweisgebers letztendlich dazu führte, dass die Tochter nach vier Jahrzehnten wieder zu ihrer Familie zurückkehrte.
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