Ein schwerer Unfall in Thailand hat schwerwiegende Konsequenzen für die Bauindustrie des Landes. In der thailändischen Provinz Samut Sakhon stürzte ein Baukran auf die Schnellstraße Rama 2 und kostete zwei Menschen das Leben, während fünf weitere verletzt wurden. Dies geschah nur einen Tag nach einem ähnlichen Vorfall, bei dem ein Kran auf einen vollbesetzten Zug fiel und mindestens 32 Todesopfer forderte.
Die Unfallstelle, die eine Hauptverbindung zwischen Bangkok und dem Süden des Landes darstellt, ist für viele Reisende von Bedeutung. Die Polizei berichtete, dass Teile des Stahlgerüsts mehrere Fahrzeuge getroffen haben. Der Kran war für den Bau einer Schnellstraßenbrücke eingesetzt worden.
Entwicklung und Ermittlungen
Die Behörden haben die Ermittlungen zur Unglücksursache eingeleitet und Baufirmen zu Vernehmungen vorgeladen, jedoch wurde bislang keine Anklage erhoben. Der thailändische Verkehrsminister, Phiphat Ratchakitprakarn, ordnete einen sofortigen Baustopp für alle Hochstraßen- und Hochbahnprojekte an. Diese Maßnahme wird bis zu einer vollständigen Überprüfung der Sicherheitsstandards auf Baustellen gelten.
Die Sicherheitsstandards in der Bauindustrie stehen nun stark in der Kritik. Der Präsident des thailändischen Verbands der Bauingenieure, Amorn Pimanmas, wies darauf hin, dass verschiedene Ursachen für die Unglücke verantwortlich sein könnten. Während beim Schnellstraßen-Projekt ein Kran aufgrund fehlerhafter Bolzen oder Montage defekt war, gab die Kranbasis beim Unfall auf der Bahnbaustelle nach. Beide Vorfälle verdeutlichen bedeutende Sicherheitsmängel bei großen Infrastrukturprojekten, die umgehend angegangen werden müssen.
Auswirkungen auf den Schienenverkehr
Der Zusammenbruch des Krans hatte auch erhebliche Konsequenzen für den Schienenverkehr, da die wichtige Bahnstrecke in Richtung Nordosten blockiert ist. Zahlreiche Züge mussten umgeleitet werden, was die Mobilität in der Region weiter einschränkt.
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