Was sind die Auswirkungen der Brandtragödie in Crans-Montana auf die Gesundheitsversorgung in Deutschland?
Im schweizerischen Skiort Crans-Montana sind 40 Menschen bei einem verheerenden Feuer ums Leben gekommen. Die Überlebenden, viele von ihnen mit schwersten Verletzungen, erhalten Unterstützung durch die Gesundheitsversorgung in Deutschland, insbesondere in Berlin.
Schwerverletzte werden in Berliner Kliniken behandelt
Geplant ist die Ankunft von drei Patienten im Unfallkrankenhaus Berlin. Dies wurde von Kliniksprecher Hans-Christian Bustorf mitgeteilt. In den letzten Tagen hatten 40 Hilfeersuchen für die schwerverletzten Brandopfer aus Crans-Montana vorgelegen, die eine Behandlung in deutschen Einrichtungen erforderten. Bereits jetzt werden einige der Betroffenen in Kliniken in Stuttgart, Tübingen und Ludwigshafen betreut.
Brandursache und medizinische Herausforderungen
Die Brandkatastrophe, die 40 Tote und 119 Verletzte zur Folge hatte, wurde nach bisherigen Ermittlungen durch ein im Feuerwerk verstecktes Material ausgelöst. Dabei entzündete sich die Decke der Bar, in der die Silvesterfeier stattfand.
„Das Wichtigste ist die Stabilisierung der Organfunktionen“, erklärte Leila Harhaus-Wähner, Direktorin der Klinik für Schwerbrandverletzte und Plastische Chirurgie. Bei der Erstversorgung sei es entscheidend, die verbrannten Hautstellen zu behandeln und die Patienten in den ersten 48 Stunden intensiv zu überwachen.
Langfristige Genesung erforderlich
Ärzte erwarten, dass die meisten Patienten monatelang in Behandlung bleiben müssen. Für die notwendigen Hauttransplantationen sind in der Regel mehrere Eingriffe erforderlich. Die Prognosen deuten darauf hin, dass die Betroffenen zunächst mehrere Wochen auf der Intensivstation und anschließend in Rehabilitationszentren behandelt werden müssen.
Das Schwerbrandverletztenzentrum am Berliner Unfallkrankenhaus zählt zu den größten und modernsten Einrichtungen Europas und ist darauf spezialisiert, sowohl Kinder als auch Erwachsene mit Brandverletzungen zu versorgen.
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