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Feuer-Katastrophe von Crans-Montana: Fragen zu Notausgängen

Nach dem verheerenden Brand in Crans-Montana, bei dem 40 Menschen starben, steht eine verschlossene Tür im Fokus der Ermittlungen. Diese hätte als Notausgang dienen sollen, blieb jedoch in der Unglücksnacht verschlossen.

Feuer-Katastrophe von Crans-Montana: Fragen zu Notausgängen

Im Anschluss an den verheerenden Brand in Crans-Montana, der in der Silvesternacht stattfand, rückt eine verschlossene Tür in den Fokus der Ermittlungen. Diese Tür hätte laut den Behörden als Notausgang fungieren sollen, war jedoch in der Nacht des Unglücks verschlossen.

Ermittlungen zu Fluchtrouten und Notausgängen

Die Untersuchungen zu dem tragischen Vorfall in Crans-Montana konzentrieren sich unter anderem auf die Fluchtmöglichkeiten. Berichten zufolge hätte eine Tür im Erdgeschoss, entgegen den Aussagen des Barbetreibers, als Notausgang zur Verfügung stehen müssen. Diese war jedoch während des Brandes nicht zugänglich.

Bei dem Feuer kamen 40 Menschen ums Leben, darunter zahlreiche Jugendliche. Funkensprühende Partyfontänen entzündeten offenbar schalldämmenden Schaumstoff an der Decke der Bar „Le Constellation“. Die Flammen breiteten sich in rasantem Tempo aus, was zu 116 Verletzten führte, von denen viele schwerste Brandwunden erlitten. Die Staatsanwaltschaft hat Ermittlungen wegen fahrlässiger Tötung, fahrlässiger Körperverletzung und fahrlässiger Brandstiftung eingeleitet. Bislang sind die Barbetreiber Jacques und Jessica Moretti die einzigen Beschuldigten, die gegen Kaution auf freiem Fuß sind. Was geschah bei dem verheerenden Brand in Crans-Montana?

Unklarheiten über die Funktion der Tür

Nach Recherchen wurde im Verfahren zur Baubewilligung im Jahr 2015 von der Feuerpolizei eine West-Tür erwähnt, die als Notausgang gekennzeichnet werden sollte. Diese Auflage war Voraussetzung für die Genehmigung des Baus einer verglasten Veranda vor dem Haupteingang. Moretti bezeichnete die Tür jedoch in Vernehmungen als „Servicetür“ und es gab kein Hinweisschild, das auf einen Notausgang hinwies. Mehrere Gäste versuchten vergeblich, durch diese Tür zu entkommen, die schließlich von außen eingeschlagen wurde. Mindestens eine Kellnerin, die sich hinter der Tür befand, überlebte das Unglück nicht.

Ungewisse Informationen über die Bar

Es bleibt unklar, ob Moretti darüber informiert war, dass die Tür als Notausgang gekennzeichnet und freigehalten werden musste. Die Baubewilligung wurde vom Eigentümer des Gebäudes beantragt, nicht von Moretti. Der Gemeindepräsident Nicolas Féroud erklärte nach dem Unglück, dass die Bar für die erlaubte Anzahl von Besuchern, jeweils 100 im Erd- und Kellergeschoss, ordnungsgemäß zwei Notausgänge hatte. Die West-Tür hätte einen dritten Ausgang dargestellt. Wie viele Personen sich in der Silvesternacht tatsächlich in der Bar aufhielten, ist bislang nicht bekannt. Wer trägt die Verantwortung für die tödlichen Vorfälle in Crans-Montana? Hannover: Verletzte aus Schweizer Feuer-Drama werden medizinisch versorgt

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Bildquelle: Shutterstock

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