Extreme Hitzewellen fordern 15.800 Todesopfer in Deutschland
Im Sommer 2026 wird Deutschland von außergewöhnlich hohen Temperaturen heimgesucht, die erhebliche gesundheitliche Folgen mit sich bringen. Diese extremen Wetterbedingungen haben sich in den Sterbefallzahlen niedergeschlagen, die laut dem Robert Koch-Institut (RKI) signifikant über den Werten der letzten Jahre liegen.
Bis zum 16. August 2026 sind in Deutschland schätzungsweise 15.800 Menschen an den Folgen der Hitze verstorben. Etwa 9.600 dieser Todesfälle sind auf die extreme Hitzewelle Ende Juni zurückzuführen. Weitere 4.000 Todesfälle ereigneten sich während der ersten zwei Wochen im August. Der RKI-Bericht bezieht sich auf den Zeitraum vom 6. April bis zum 16. August.
Die Anzahl der Hitzetoten in diesem Jahr übersteigt die Werte der letzten mindestens zehn Jahre erheblich. Die höchsten Zahlen seit 2016 wurden 2019 mit 7.600 Hitzetoten und 2018 mit 9.500 registriert. Die Werte der vergangenen Jahre können variieren, da die Schätzungen monatlich aktualisiert werden, was auch frühere Daten betrifft.
Betroffene Altersgruppen
Von den insgesamt 15.800 Hitzetoten in diesem Jahr entfallen mehr als 7.960 auf Personen ab einem Alter von 85 Jahren. Rund 3.900 Menschen zwischen 75 und 84 Jahren starben ebenfalls an den Folgen der Hitze. Zudem waren etwa 2.440 der Verstorbenen zwischen 65 und 74 Jahren alt, während 1.470 Personen jünger als 65 Jahre waren. Insgesamt gab es mehr weibliche als männliche Todesfälle, was auf die höhere Anzahl an Frauen in den älteren Altersgruppen zurückzuführen ist.
Die Berechnungen des RKI basieren auf der Sterbefallstatistik des Statistischen Bundesamtes und integrieren Daten von 52 Wetterstationen des Deutschen Wetterdienstes (DWD).
Regionale Unterschiede bei den Hitzetoten
Die Analyse zeigt, dass in diesem Jahr besonders viele Hitzetote im Saarland und in Rheinland-Pfalz zu verzeichnen sind. Im Saarland gab es schätzungsweise rund 53 Hitzetote pro 100.000 Einwohner, während in Rheinland-Pfalz etwa 48 Hitzetote pro 100.000 Einwohner registriert wurden. Auch in Hessen (rund 35) und Baden-Württemberg (rund 32) sind die Zahlen überdurchschnittlich hoch.
Das RKI weist darauf hin, dass ab einer durchschnittlichen Wochenmitteltemperatur von 20 Grad Celsius ein Anstieg der hitzebedingten Sterblichkeit zu beobachten ist.
Schätzungen und Erfassungsmethoden
Die vom RKI veröffentlichten Zahlen gelten als konservative Schätzungen. Es ist wahrscheinlich, dass die tatsächliche Anzahl der Hitzetoten noch höher ausfällt. Der medizinische Geschäftsführer der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI) betont, dass viele Fälle nicht als hitzebedingt erfasst werden, da auf den Totenscheinen häufig andere Ursachen wie Organversagen angegeben werden.
In bestimmten Fällen, wie beispielsweise bei einem Hitzeschlag, kann die Hitze direkt zum Tod führen. In den meisten Fällen sind jedoch bereits bestehende Vorerkrankungen in Kombination mit den hohen Temperaturen für die Sterblichkeit verantwortlich.
Quellen: n-tv, Die Zeit
Dieser Text wurde mit Hilfe von künstlicher Intelligenz in Zusammenarbeit mit unserer Redaktion erstellt.