Nach einer Strafanzeige der Schauspielerin und Moderatorin Collien Fernandes gegen ihren ehemaligen Partner Christian Ulmen hat die Staatsanwaltschaft Potsdam die Prüfung der Übernahme der Ermittlungen aufgenommen. Fernandes erhebt schwerwiegende Vorwürfe, die sexualisierte Gewalt betreffen.
Wie eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft Potsdam am Montagnachmittag mitteilte, sind die Akten der Staatsanwaltschaft Itzehoe aus Schleswig-Holstein eingegangen. Eine Entscheidung darüber, ob das Verfahren übernommen wird und die Ermittlungen von Potsdam aus fortgeführt werden, steht noch aus. Ein konkreter Zeitrahmen für diese Entscheidung wurde nicht genannt, da unklar ist, wie umfangreich die vorliegenden Akten sind.
Potsdam als Wohnort des Paares
Fernandes und Ulmen lebten bis zu ihrem Umzug nach Mallorca im Jahr 2023 in Potsdam, der brandenburgischen Landeshauptstadt.
Die Vorwürfe, die Fernandes gegen Ulmen erhebt, wurden zuerst von einem Nachrichtenmagazin veröffentlicht. Sie beschuldigt ihn, in ihrem Namen gefälschte Profile erstellt und pornografische Inhalte verbreitet zu haben. Es gilt die Unschuldsvermutung für Ulmen, dessen Anwalt Christian Schertz bereits angekündigt hat, rechtliche Schritte gegen die anfängliche Berichterstattung einzuleiten.
Öffentliche Debatte über sexualisierte Gewalt
Oberstaatsanwalt Peter Müller-Rakow von der Staatsanwaltschaft Itzehoe erklärte am Freitag, dass durch die Prüfung der Vorwürfe Hinweise auf mögliche Tatorte im Bezirk Potsdam aufgetaucht seien. Weitere Details wurden jedoch nicht bekannt gegeben. Die Vorwürfe von Fernandes haben zudem eine breite Diskussion über sexualisierte Gewalt ausgelöst, die in mehreren deutschen Städten zu Demonstrationen führte.
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Bildquelle: ai-generated