Hanno Berger, ein zentraler Akteur im Cum-Ex-Skandal, wurde zu einer Haftstrafe von zehn Jahren verurteilt. Dies wurde am 13. Mai 2026 bekannt gegeben, nachdem das Bonner Landgericht und das Landgericht Wiesbaden ihre Urteile zusammengefasst hatten.
Der 75-Jährige, der seit 2022 in Haft sitzt, wurde wegen Steuerhinterziehung verurteilt. Die Cum-Ex-Geschäfte, die als der größte Steuerbetrug in der Geschichte Deutschlands gelten, ermöglichten es Investoren, sich von Finanzämtern Steuern auf Dividenden erstatten zu lassen, die nie gezahlt wurden. Diese Praktiken waren zwischen 2006 und 2011 weit verbreitet und führten zu einem Schaden von mindestens zehn Milliarden Euro für den deutschen Fiskus.
Berger wurde im Jahr 2022 vom Bonner Landgericht wegen besonders schwerer Steuerhinterziehung in drei Fällen zu einer Freiheitsstrafe von acht Jahren verurteilt. Das Landgericht Wiesbaden sprach ein Urteil von acht Jahren und drei Monaten wegen schwerer Steuerhinterziehung aus. Die beiden Strafen wurden nun zu einer Gesamtstrafe von zehn Jahren zusammengelegt, wie ein Sprecher des Landgerichts Bonn bestätigte.
„Die Cum-Ex-Geschäfte haben dem Staat immense finanzielle Schäden zugefügt“, sagte ein Sprecher des Gerichts.
Die Verurteilung von Hanno Berger markiert einen weiteren Schritt in der Aufarbeitung des Cum-Ex-Skandals, der in den letzten Jahren zunehmend in den Fokus der Öffentlichkeit gerückt ist.
Quellen: mopo
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