Christina Block hat in ihrem langjährigen Kampf um das Sorgerecht für ihre Kinder aus Dänemark vergeblich politische Unterstützung gesucht. Laut Berichten wandte sie sich sogar an den damaligen Bundesfinanzminister Christian Lindner (FDP), um auf ihr Anliegen aufmerksam zu machen.
In einer Chat-Nachricht, die dem Abendblatt vorliegt, wurde Lindner gebeten, seinen Parteikollegen, den Bundesjustizminister Marco Buschmann, über den Sorgerechtsfall zu informieren. Der Absender des Hilferufs, ein Bekannter aus Blocks Umfeld, bezeichnete die Situation als großes Unrecht und warnte vor einem möglichen Justizskandal.
Allerdings lehnte Lindner eine Unterstützung ab und erklärte, dass er aus rechtlichen Gründen nicht tätig werden könne. Ingo Bott, Blocks Verteidiger, erläuterte, dass dieser Schritt aus der Verzweiflung seiner Mandantin resultierte.
Weitere politische Anfragen blieben erfolglos
Christina Block wandte sich auch an Hamburgs Innensenator Andy Grote (SPD), um zu erfahren, warum ihr Anliegen nicht zügiger bearbeitet werde. Zudem hatte sie das damalige dänische Kronprinzenpaar um Hilfe gebeten, was sie im Verlauf des Verfahrens selbst schilderte.
Ein weiteres bemerkenswertes Detail ist, dass Block auch den damaligen Polizeipräsidenten Ralf Martin Meyer kontaktierte. Meyer bestätigte das Telefonat und erklärte, dass er nicht aktiv geworden sei, obwohl Block ihn um Unterstützung in ihrer Sorgerechtsangelegenheit bat.
Unterstützung von Wolfgang Kubicki und Sigmar Gabriel
Im Gegensatz zu Lindner setzte sich der heutige FDP-Chef Wolfgang Kubicki als Bundestagsvizepräsident für Blocks Interessen ein. Er versuchte, über die Deutsche Botschaft in Kopenhagen und die Dänische Botschaft in Berlin zu vermitteln, damit Christina Block ihre Kinder sehen kann.
Auch der ehemalige Außenminister Sigmar Gabriel (SPD) soll sich in der Angelegenheit bei der Deutschen Botschaft in Kopenhagen eingeschaltet haben, was dem privaten Anliegen von Block erhebliches Gewicht verlieh.
Komplexe Situation um das Sorgerecht
Die beiden jüngsten Kinder von Christina Block leben seit August 2021 bei ihrem Vater in Dänemark, obwohl ein Urteil des Hamburger Familiengerichts vorliegt, das eine Rückkehr zu ihrer Mutter anordnete. Das dänische Familiengericht erkannte zwar das deutsche Urteil an, setzte es jedoch nicht um. Die dänischen Behörden kamen zu dem Schluss, dass die Kinder bei ihrem Vater bleiben wollten und eine Durchsetzung des deutschen Urteils nur mit Zwang möglich wäre, was nicht im Sinne des Kindeswohls sei.
Die Block-Seite wirft dem Vater vor, eine gezielte Entfremdung der Kinder zu betreiben. Am Silvesterabend 2023 wurden die Kinder von mehreren israelischen Entführern in Dänemark überfallen und nach Deutschland verschleppt, wo sie ihrer Mutter übergeben wurden. Christina Block steht nun als mutmaßliche Auftraggeberin der Entführung vor Gericht und bestreitet, in die Tat verwickelt zu sein.
Quellen: mopo, Die Zeit, Der Spiegel
Dieser Text wurde mit Hilfe von künstlicher Intelligenz in Zusammenarbeit mit unserer Redaktion erstellt.