Funkensprühende Partyfontänen führten während einer Silvesterfeier zu einem verheerenden Brand im Club „Le Constellation“ in Crans-Montana, Schweiz.
Verheerender Brand fordert zahlreiche Opfer
In der Silvesternacht wurden 116 Menschen bei dem Vorfall verletzt, während 40 Personen ums Leben kamen. Zu den Todesopfern zählt die 24-jährige Cyane P. aus Frankreich, die als Kellnerin in dem Nachtclub arbeitete und laut ersten Ermittlungen das Feuer ausgelöst haben soll.
Gegen 1:30 Uhr entflammte das Feuer und breitete sich innerhalb kürzester Zeit aus, was zu zahlreichen Verletzungen und darüber hinaus zum Verlust vieler Leben führte. Auch zwei Wochen nach dem tragischen Vorfall befinden sich mehrere Überlebende weiterhin in ärztlicher Behandlung in Kliniken.
Freundschaften und tragische Umstände
In Gedenken an die Opfer werden in Crans-Montana Blumen und Kerzen niedergelegt. Cyane P. hatte enge Beziehungen zu den Betreibern des Clubs, dem Ehepaar Moretti. Ihre Freundin Jessica Moretti beschrieb die Verstorbene als „kleine Schwester“ und äußerte, dass „sie für uns wie eine Schwiegertochter“ gewesen sei. Die Familie der verstorbenen Kellnerin ließ durch ihre Rechtsvertreter verlauten, dass sie die Anweisungen der Arbeitgeber befolgte und dies in der Lage war, den tragischen Vorfall auszulösen.
Ermittlungen gegen Betreiber
Gegen Jacques Moretti, der sich momentan in Untersuchungshaft befindet, wird wegen des Verdachts der fahrlässigen Tötung ermittelt. Es bestehen Vorwürfe wegen fahrlässiger Körperverletzung sowie der ungeordneten Verursachung eines Feuers. Die Ermittlungen ergaben, dass die Verwendung von Tischfontänen im „Le Constellation“ seit über einem Jahrzehnt gängig war, ohne dass seit 2019 eine Überprüfung der Brandschutzmaßnahmen stattfand.
Unterstützung für die Betroffenen
Infolge der Tragödie kündigte der Kanton Wallis eine Soforthilfe in Höhe von 10.000 Franken (etwa 10.700 Euro) für die Angehörigen der 40 Verstorbenen sowie die 116 Überlebenden an, die in Folge des Brandes hospitalisiert werden mussten. Zusätzlich plant der Kanton die Einführung einer Stiftung zur Unterstützung der Opfer, wobei alle private Spenden an die Betroffenen weitergeleitet werden sollen.
Darüber hinaus wurde vorgesehen, pyrotechnische Gegenstände in Innenräumen, die der Öffentlichkeit zugänglich sind, zu verbieten.
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