Warum hat eine Realschule in München Zahnstocher verboten? Der Grund liegt in der festgestellten Zunahme von Nikotinzahnstochern auf dem Schulgelände. Die Entscheidung wurde in einem Elternbrief mitgeteilt, der der Deutschen Presse-Agentur vorliegt.
Verbot von Zahnstocher
Ab sofort ist es Schülern untersagt, Zahnstocher mit in die Schule zu bringen oder diese zu verwenden. Harald Kraus, der kommissarische Schulleiter der Carl-von-Linde-Realschule, erklärte: „Da der Konsum nikotinhaltiger Produkte für unsere Schülerinnen und Schüler selbstverständlich nicht erlaubt und gesundheitlich absolut schädlich ist, mache ich von unserem Hausrecht Gebrauch.“
Hintergrund des Verbots
In den letzten Wochen hatten Lehrer festgestellt, dass vermehrt Zahnstocher im Umlauf sind, die mit Geschmacksstoffen oder Nikotin getränkt sind. Der Schulleiter betonte: „Suchtmittel haben an unserer Schule nichts zu suchen, das gilt auch für Nikotinzahnstocher.“ Dies soll dazu beitragen, die Schüler vor möglichen Suchterkrankungen zu schützen.
Der Münchner Stadtschulrat Florian Kraus unterstützte die Maßnahme und verwies darauf, dass Nikotinsucht schnell entstehen kann, unabhängig von der Form des Konsums. Der Brief an die Eltern wurde bereits Ende Oktober verschickt, nachdem der Trend, insbesondere bei Schülerinnen und Schülern der siebten Klassen, beobachtet wurde.
Appell an Schüler und Eltern
Schulleiter Kraus forderte die Eltern auf, darauf zu achten, ob ihre Kinder derartige Produkte besitzen. Zudem richtete er sich an seine Schüler und stellte klar: „Auch wenn solche Trends vermeintlich ‚cool‘ wirken, sie sind es nicht.“ Er appellierte auch an die Lehrer, aufmerksam zu sein und den Schülern zu verdeutlichen, dass es keine Ausnahmen von dem Verbot gibt.
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