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12.000 Kilometer Luftlinie: Iran wirft USA „staatliche Piraterie“ vor

Im Kontext der jüngsten Spannungen zwischen den USA und Venezuela erhebt der Iran schwere Vorwürfe gegen die Vereinigten Staaten und spricht von „staatlicher Piraterie“ in…

12.000 Kilometer Luftlinie: Iran wirft USA „staatliche Piraterie“ vor

Im Kontext der jüngsten Spannungen zwischen den USA und Venezuela erhebt der Iran schwere Vorwürfe gegen die Vereinigten Staaten und spricht von „staatlicher Piraterie“ in der Karibik. Hintergrund ist die Beschlagnahme eines Öltankers, der Öl aus Venezuela transportiert haben soll. Laut Ismail Baghai, Sprecher des iranischen Außenministeriums, signalisiert dieser Vorfall eine „offenkundige Missachtung des Völkerrechts“ und stellt einen eklatanten Verstoß gegen maritime Sicherheitsprinzipien dar. Der Iran und Venezuela gelten als enge Verbündete.

Am Donnerstag hatte das US-Finanzministerium Sanktionen gegen den venezolanischen Ölsektor verhängt. Der amerikanische Vorstoß umfasste die Intervention der US-Küstenwache, die in der Karibik einen Öltanker stoppte. Venezuela, das stark auf den Export angewiesen ist, verfügt über erhebliche Erdölvorkommen und beliefert wie der Iran primär den US-Rivalen China. Der venezolanische Präsident Nicolás Maduro macht Washington dafür verantwortlich, dass es sich vor allem um den Zugang zu den Ölreserven kümmert und einen Regimewechsel in Caracas anstrebt.

Zusätzlich ist bekannt, dass auch die iranischen Marinestreitkräfte in der Straße von Hormus, einer bedeutenden Meerenge zwischen dem Iran und dem Oman, ausländische Öltanker festgesetzt haben. Diese Wasserstraße spielt eine zentrale Rolle im globalen Ölexport. Die Möglichkeiten, wie der Iran Venezuela im aktuellen Konflikt unterstützen kann, bleiben unklar, da zwischen den beiden Ländern über 6000 Seemeilen und rund 12.000 Kilometer Luftlinie liegen.

Bildquelle: Depositphotos

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