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Energydrinks unter Jugendlichen: Konsum steigt rasant und birgt Gesundheitsrisiken

Wachsender Energydrink-Konsum bei Jugendlichen Eine aktuelle Umfrage in Deutschland offenbart, dass fast 50 Prozent der Kinder und rund 70 Prozent der Jugendlichen bereits Energydrinks konsumiert haben.

Energydrinks unter Jugendlichen: Konsum steigt rasant und birgt Gesundheitsrisiken
Bildquelle: Jesper Brouwers auf Unsplash

Wachsender Energydrink-Konsum bei Jugendlichen

Eine aktuelle Umfrage in Deutschland offenbart, dass fast 50 Prozent der Kinder und rund 70 Prozent der Jugendlichen bereits Energydrinks konsumiert haben. Fachleute kritisieren, dass die bestehenden Regulierungen in Deutschland im internationalen Vergleich mangelhaft sind.

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Die Ergebnisse deuten auf einen signifikanten Anstieg des Konsums von Energydrinks unter jungen Menschen hin. Insbesondere der monatliche Konsum hat zugenommen, was in einer Analyse des „Deutschen Ärzteblattes International“ dokumentiert ist. Experten machen auf die gesundheitlichen Risiken aufmerksam, die mit einem häufigen Konsum dieser Getränke einhergehen.

Zusammensetzung und gesundheitliche Folgen

Energydrinks enthalten gesüßte Flüssigkeiten, die hohe Mengen an Koffein und andere Inhaltsstoffe wie Taurin und Glucuronolacton beinhalten. Felix Oberhoffer, ein Fachmann des Klinikums der Universität München (LMU), hebt hervor, dass die hohen Koffein- und Zuckerkonzentrationen in diesen Getränken das Herz-Kreislauf-System schädigen können. Langfristiger und übermäßiger Konsum kann zu Bluthochdruck, Übergewicht und Zuckerstoffwechselstörungen führen.

Die Fruchtsaft- und Erfrischungsgetränkeverordnung setzt eine Höchstgrenze von 320 Milligramm Koffein pro Liter fest. Eine typische 500-Milliliter-Dose enthält oft die gesetzliche Obergrenze von 160 Milligramm Koffein und etwa 55 Gramm Zucker. Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) empfiehlt, dass Kinder nicht mehr als drei Milligramm Koffein pro Kilogramm Körpergewicht und Tag konsumieren.

Darstellung der Studienergebnisse

Ein Bericht des „Präventionsradars“ von IFT-Nord in Kiel untersuchte über 107.000 Schülerinnen und Schüler unter 16 Jahren in 15 Bundesländern. Die Resultate zeigen, dass 46 Prozent der Neun- bis Zwölfjährigen und 72 Prozent der 13- bis 15-Jährigen Energydrinks konsumiert haben. Der Anteil der Kinder, die mindestens einmal monatlich Energydrinks trinken, stieg von 10 Prozent im Jahr 2020/21 auf 13 Prozent. Bei Jugendlichen erhöhte sich der Anteil von 25 auf 33 Prozent.

Verbindung zum Nikotinkonsum

Die Studie zeigt eine starke Korrelation zwischen dem täglichen Konsum von Energydrinks und dem Nikotinkonsum. Jugendliche, die im letzten Monat geraucht oder E-Zigaretten verwendet haben, konsumieren Energydrinks 2,4-mal häufiger täglich als Gleichaltrige, die kein Nikotin konsumieren. Auch Alkohol- und Cannabiskonsum sowie ein höheres Risiko-Engagement sind mit dem täglichen Konsum von Energydrinks verbunden.

Risiken des Mischkonsums

Die Kombination von Energydrinks und Alkohol birgt erhebliche Risiken. Katharina Rathmann von der Hochschule Fulda erklärt, dass Koffein die Müdigkeit, die durch Alkohol entsteht, überdecken kann, ohne die Beeinträchtigung von Reaktionen und Urteilsvermögen zu mindern. Dies führt dazu, dass Konsumenten sich nüchterner fühlen als sie sind und folglich mehr Alkohol konsumieren oder Risiken falsch einschätzen.

Soziale und wirtschaftliche Aspekte

Die Tatsache, dass der Konsum von Energydrinks oft mit dem Konsum von Nikotin, Alkohol und Cannabis einhergeht, bedeutet nicht automatisch, dass Energydrinks diese Verhaltensweisen auslösen. Unterschiede im Konsumverhalten können auch auf soziale Faktoren zurückgeführt werden. So ist der tägliche Konsum von Energydrinks unter Schülerinnen und Schülern an Gymnasien seltener. Ein stärkeres elterliches Monitoring sowie eine höhere Risikowahrnehmung im Hinblick auf Substanzen korrelieren mit einem niedrigeren Konsum.

Gesundheitliche Risiken und Empfehlungen

Die Studienautoren heben die gesundheitlichen Risiken hervor, die mit dem Konsum von Energydrinks verbunden sind. Hohe Koffeinmengen können Schlafstörungen, Angstzustände und akute Belastungen des Herz-Kreislauf-Systems fördern. Der hohe Zuckergehalt steigert das Risiko für Übergewicht und Zahnschäden.

Dringender Regulierungsbedarf

Die Forscher empfehlen, neben präventiven Maßnahmen auch strengere Regulierungen für den Verkauf und die Werbung von Energydrinks einzuführen. Besonders die Vermarktung durch Influencer und soziale Medien könnte den Konsum unter Jugendlichen begünstigen. In Ländern wie Litauen, Lettland und Polen dürfen Energydrinks nur an Personen ab 18 Jahren verkauft werden, während in Norwegen ein Verkaufsverbot für unter 16-Jährige besteht.

Felix Oberhoffer warnt, dass kardiovaskuläre Erkrankungen bereits die häufigste Todesursache in Europa sind und erhebliche Gesundheitskosten verursachen. Er fordert die Bundesregierung auf, dringend Maßnahmen zur Prävention, insbesondere im Kindesalter, zu ergreifen.


Quellen: n-tv, Tagesspiegel

Bildquelle: Bildquelle: Jesper Brouwers auf Unsplash

Dieser Text wurde mit Hilfe von künstlicher Intelligenz in Zusammenarbeit mit unserer Redaktion erstellt.

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