WhatsApp führt individuelle Benutzernamen ein
Der beliebte Messenger WhatsApp hat eine interessante Funktion implementiert, die es Nutzern ermöglicht, persönliche Benutzernamen auszuwählen. Diese Neuerung, die seit Ende Juni 2026 verfügbar ist, hat das Ziel, die Telefonnummern der Nutzer vor unbefugtem Zugriff besser zu schützen. Aktuell befindet sich die Funktion in einer Reservierungsphase, in der Nutzer ihren gewünschten Benutzernamen sichern können. Die tatsächliche Nutzung wird jedoch erst im weiteren Verlauf dieses Jahres ermöglicht.
Von Handynummer zu Benutzernamen
Mit der Einführung der Benutzernamen wird es künftig möglich sein, Kontakte anhand dieser Namen zu finden, anstelle der Handynummer. Diese Veränderung wird als ein Schritt in Richtung besserer Datenschutzmaßnahmen gewertet, da Nutzer, die sich für ein Pseudonym entscheiden, ihre Telefonnummer nicht mehr in Gruppen sichtbar machen müssen. In der Vergangenheit konnten Kriminelle in größeren Gruppen die Telefonnummern anderer Teilnehmer einsehen und für betrügerische Zwecke verwenden.
Schutz vor Betrügern in Chats
Ein weiterer positiver Aspekt betrifft Nutzer, die WhatsApp nicht gestatten, auf ihre Kontakte zuzugreifen. Diese Nutzer sahen bisher nur Telefonnummern in Chats. Zukünftig wird jedoch der Benutzername angezeigt. Dennoch hat die Verbraucherzentrale NRW ausdrücklich darauf hingewiesen, dass die tatsächliche Wirksamkeit dieser Neuerung erst durch praktische Anwendungen getestet werden muss.
Verbraucherschützer warnen vor neuen Betrugsmaschen
Obwohl die neue Funktion viele Vorteile bieten könnte, warnt die Verbraucherzentrale NRW vor möglichen Risiken. Sie weisen darauf hin, dass die Wahl von Benutzernamen auch zu unerwünschten Betrugsversuchen führen kann. Aufgrund der freien Wahl der Benutzernamen besteht die Gefahr, dass Kriminelle sich als vertrauenswürdige Personen oder Institutionen ausgeben. Nutzer sollten daher vorsichtig sein und unbekannten Benutzernamen nicht unkritisch vertrauen, selbst wenn sie vertraut erscheinen.
Die Handynummer bleibt sichtbar
Es ist wichtig zu betonen, dass die Handynummer weiterhin eine Voraussetzung für jedes WhatsApp-Konto bleibt und von Meta einsehbar ist. Nutzer, die ihren richtigen Vor- und Nachnamen als Benutzernamen verwenden, geben zusätzliche personenbezogene Daten preis. Aus diesem Grund wird empfohlen, ein Pseudonym zu wählen, um die eigene Privatsphäre zu schützen.
Bedenken hinsichtlich der Verknüpfung mit Meta-Diensten
Ein besonders kritisches Thema ist die Möglichkeit, denselben Benutzernamen wie auf anderen Meta-Diensten wie Instagram oder Facebook zu verwenden. Nutzer, die diese Funktion aktivieren, gestatten Meta ein plattformübergreifendes Tracking, was erhebliche Datenschutzbedenken aufwirft.
Einrichtung des neuen Benutzernamens
Momentan befindet sich die Funktion noch in der Reservierungsphase. Die tatsächliche Nutzung der Benutzernamen wird in den kommenden Monaten freigeschaltet. Um ihren gewünschten Benutzernamen zu sichern, können Nutzer die entsprechende Option in den Einstellungen unter „Konto“ im Bereich „Benutzername“ oder über einen Hinweis im Chat-Reiter finden.
Informationen zu Betrug und Cybersicherheit
Zusätzlich zu den neuen Funktionen von WhatsApp gibt es zahlreiche Berichte über Betrugsmaschen und Sicherheitsrisiken im Internet. Nutzer sollten sich regelmäßig über aktuelle Entwicklungen informieren, um sich vor potenziellen Bedrohungen zu schützen.
Quellen: news, swr3
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