Ein ICE der Deutschen Bahn hat während seiner Fahrt von Hamburg nach Berlin unerwartet auf freier Strecke angehalten. Der Lokführer verließ den Zug und informierte die Fahrgäste über eine ungewöhnliche Durchsage.
Der Lokführer stoppte den Zug vor einem Bahnübergang und übernahm die Sicherung des Übergangs selbst. Laut einer Sprecherin der Deutschen Bahn gab es eine kurzfristige Störung an diesem Übergang. „In solchen Fällen sieht das Regelwerk vor, dass der Lokführer den Bahnübergang manuell technisch sichern kann“, erklärte die Sprecherin.
Manuelle Sicherung des Bahnübergangs
Für die manuelle Sicherung erhält der Lokführer einen entsprechenden Befehl von der Fahrdienstleitung. „Die manuelle technische Sicherung, die äußerst selten ist, verhindert, dass die Strecke gesperrt werden muss“, fügte die Sprecherin hinzu. Normalerweise wird die Anlage an einem Schlüsselschalter manuell aktiviert. „Die Sicherheit des Eisenbahnverkehrs ist dadurch zu keiner Zeit beeinträchtigt, es handelt sich um ein regelgerechtes Vorgehen“, betonte sie.
Vorfall nahe Stendal
Der Vorfall ereignete sich am Dienstagabend in der Nähe von Stendal in Sachsen-Anhalt. Die Fahrgäste wurden per Durchsage darüber informiert, dass der Lokführer den Zug verlässt, um den Übergang zu sichern. Nur wenige Minuten später setzte die Fahrt fort.
Quellen: mopo
Bildquelle: Wolfgang Weiser auf Pexels