„Das ist eine absolute Katastrophe und kann doch keine Lösung sein“, äußerte sich eine Anwohnerin zur neuen Schrankenregelung auf der Eimsbütteler Chaussee, die seit dem 2. Juli 2026 in Kraft ist. Diese Maßnahme soll den Verkehr während des Aufbaus der neuen Sternbrücke regulieren, hat jedoch vor Ort für erhebliche Probleme gesorgt.
Schranke soll Verkehr lenken
Die Verkehrsbehörde bezeichnet die Schrankenregelung als „einzigartig“. Sie soll bis zum 2. September verhindern, dass der Verkehr aufgrund der Sperrung der Max-Brauer-Allee in umliegende Wohnstraßen abfließt. Die MOPO berichtete von einem chaotischen Zustand an der betroffenen Kreuzung, wo Autofahrer ratlos vor der Schranke standen.
Verwirrung an der Kreuzung
Am Dienstagmittag war die Schranke geschlossen, während drei Autos davor warteten. Diese wollten in Richtung Schulterblatt fahren, konnten jedoch nicht weiter, da ein Gelenkbus hinter ihnen stand, der eigentlich passieren sollte. Die Kennzeichen von Bussen, Polizei, Feuerwehr und Rettungsdiensten sind in einer Datenbank gespeichert, sodass die Schranke sich bei deren Annäherung öffnet. Doch die drei Pkw blockierten den Weg des Busses, der nicht herausfahren konnte.
Schwierigkeiten beim Abbiegen
Die Schranke befindet sich 20 Meter hinter der einzigen Abbiegemöglichkeit nach rechts in die Waterloostraße. Dies führte dazu, dass die Autofahrer umständlich rangieren und wenden mussten, um den Bus durchzulassen. Währenddessen stauten sich weitere Fahrzeuge hinter der Schranke.
Verwirrende Beschilderung
Ein Mitarbeiter der Firma, die die Schranken installiert hat, erklärte, dass ähnliche Systeme an anderen Orten wie dem Ohlsdorfer Friedhof und am Rödingsmarkt kaum Probleme verursacht hätten. Er verwies darauf, dass die Autofahrer vor der Schranke diverse Hinweisschilder passiert hätten, die auf die Sperrung hinweisen. Dennoch sind viele Verkehrsteilnehmer durch die Vielzahl der oft verwirrenden Schilder überfordert.
Probleme in der Bellealliancestraße
Das Abbiegen aus der Gegenrichtung, also vom Schulterblatt, funktionierte am Dienstag besser, da die Schranke direkt am Abbieger platziert ist. Allerdings wird der Verkehr hier in die Bellealliancestraße geleitet, eine sehr enge Wohnstraße, was dazu führte, dass ein Lkw steckenblieb.
Kritik an der Verkehrspolitik
Die Anwohnerin Sabine S. kritisierte die Situation scharf. Auch Katharina Blume von der FDP unterstützte diese Meinung und wandte sich gegen Verkehrssenator Anjes Tjarks. Sie bemängelte, dass dessen Verkehrspolitik nach dem Prinzip „Sperren, umleiten und auf das Beste hoffen“ funktioniere. Die neue Schrankenregelung, die als „einzigartig“ bezeichnet wird, hat in der Praxis offenbar nicht die gewünschte Wirkung erzielt.
Fazit
Die neue Regelung auf der Eimsbütteler Chaussee, die den Verkehr während der Bauarbeiten an der Sternbrücke regulieren soll, hat sich als problematisch erwiesen. Die Anwohner und Verkehrsteilnehmer sind verunsichert und fordern eine bessere Lösung für die Verkehrsführung in der Region.
Quellen: mopo, NDR
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