„Viele Süßigkeiten aus meiner Kindheit gibt es heute noch – oder wieder. Und überraschenderweise ist vieles vegan“, äußert sich ein Kolumnist über die nostalgischen Leckereien seiner Jugend. Die Erinnerungen an die Schultüte, gefüllt mit Süßigkeiten, und die unvergesslichen Schokoküsse zu Geburtstagen sind lebendig geblieben. In den letzten Jahrzehnten hat sich jedoch viel verändert, insbesondere in Bezug auf die Inhaltsstoffe.
Ein Rückblick auf die Süßigkeiten der 70er Jahre
In den 70er Jahren, als der Golf I und der Opel Kadett die Straßen prägten, waren „Bunte Tüten“ mit gemischten Süßigkeiten ein beliebter Genuss. Diese Tüten wurden oft als Belohnung für gute Noten oder das bestandene Schwimmabzeichen verteilt. Zu den beliebten Süßigkeiten zählten unter anderem Schleckmuscheln, Esspapier und das legendäre Capri-Eis, das seit 1959 erhältlich ist.
Veränderte Zutaten und neue Optionen
Früher spielte die Zusammensetzung der Süßigkeiten keine große Rolle. „Die Zutaten spielten damals keine Rolle, selbst über Zucker wurde nicht allzu kritisch nachgedacht“, erinnert sich der Kolumnist. Produkte wie Haribo-Goldbären und Maoam waren für ihn die Premium-Naschereien, die heute jedoch aufgrund des enthaltenen Gelatins aus tierischen Quellen nicht mehr in Betracht kommen. Glücklicherweise bietet der Konkurrent Katjes eine Vielzahl von veganen Alternativen an.
Beliebte Süßigkeiten im veganen Gewand
Zu den nostalgischen Süßigkeiten, die heute vegan sind, zählen Ahoj-Brausepulver, Mentos und die Schokokekse von De Beukelaer. Letztere wurden Ende 2024 auf pflanzliche Zutaten umgestellt. Auch der Erdnussriegel von Mr. Tom, der ursprünglich 1955 auf den Markt kam, enthält keine tierischen Produkte mehr.
Treets und ihre Rückkehr
Ein weiteres Beispiel ist Treets, die nach jahrzehntelanger Abwesenheit 2018 wieder in den Regalen auftauchten. Im Jahr 2026 wurde die Rezeptur auf pflanzliche Zutaten umgestellt, wobei die Erdnüsse nun mit der Schoko-Alternative Choviva umhüllt werden, die aus Sonnenblumenkernen hergestellt wird. „Mir schmecken sie trotzdem, gerade auch wegen der Kindheitserinnerungen“, so der Kolumnist.
Die Entwicklung der Süßigkeiten
Ein weiteres nostalgisches Produkt sind die Muh-Muhs Sahne-Toffees, die 1965 erstmals verkauft wurden. Diese Karamellbonbons sind heute nicht mehr vegan, da sie ursprünglich mit Kuhmilch hergestellt wurden. Erst 2017 kamen die pflanzlichen Alternativen auf den Markt, die mittlerweile in drei Sorten erhältlich sind und von dem Hamburger Familienunternehmen Savitor produziert werden.
Ein Klassiker bleibt vegan
Das Orangenwassereis Capri von Langnese ist ebenfalls nach wie vor erhältlich und bleibt vegan, genau wie in der Vergangenheit. Die Rückkehr und Anpassung vieler Süßigkeiten an die veganen Ernährungsgewohnheiten zeigt, dass die Nostalgie für viele Menschen auch in einer modernen, tierproduktfreien Form weiterlebt.
Die Vielfalt der veganen Süßigkeiten ermöglicht es, die Erinnerungen an die Kindheit zu bewahren, während gleichzeitig auf tierische Produkte verzichtet wird. Dies ist ein erfreulicher Trend für viele Verbraucher, die ihre Kindheitserinnerungen mit einem bewussteren Lebensstil verbinden möchten.
Quellen: mopo, t-online
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