Schauspieler Sönke Möhring, bekannt aus Filmen wie „Inglourious Basterds“, hat sich als „Quereinsteiger“ in der Filmbranche etabliert. In einem Interview äußerte der 53-Jährige, dass er zunächst eine Ausbildung zum Kinderpfleger absolvierte und anschließend Philosophie sowie Psychologie studierte. „Ich hatte immer das Gefühl, dass viele Psychologen oft die zukünftigen Patienten sind, und das wollte ich vermeiden“, erklärte er.
Hürden auf dem Weg zum Schauspieler
Bei seinen Bewerbungen an Schauspielschulen stieß Möhring auf Ablehnung. „Ich war einfach zu alt“, so der Schauspieler. In der Vergangenheit seien die Altersgrenzen für die Aufnahme an Schauspielschulen strenger gewesen. „Damals lag die Altersgrenze bei etwa 25 Jahren, und ich war bereits darüber“, berichtete er. Daher bezeichnet er sich als klassischen Quereinsteiger in der Branche.
Warnung an angehende Schauspieler
Obwohl Möhring sich den Erfolg vor der Kamera wünschte, warnt er angehende Schauspieler eindringlich: „Wer reich werden möchte, sollte niemals Schauspieler werden.“ Diese Aussage reflektiert die Realität vieler Künstler, die oft mit finanziellen Unsicherheiten kämpfen müssen. Möhring betont, dass die Bestätigung durch die eigene Arbeit für viele Schauspieler von großer Bedeutung ist, jedoch nicht immer mit materiellem Erfolg einhergeht.
Ein Blick auf die Zukunft
Der Schauspieler, der auch in der Serie „SOKO Wismar“ mitwirkt, sieht die Branche heute etwas anders als zu Beginn seiner Karriere. „Es gibt mittlerweile mehr Möglichkeiten und eine größere Akzeptanz für Quereinsteiger“, so Möhring. Dennoch bleibt er realistisch und möchte, dass junge Talente sich der Herausforderungen bewusst sind, die mit dem Beruf des Schauspielers verbunden sind.
In der aktuellen Ausgabe der WochenMOPO werden zudem weitere Themen behandelt, darunter der 400-jährige Geburtstag der Reeperbahn und der Konflikt zwischen Autofahrern und Radfahrern in der Elbchaussee. Zudem wird über die Klage einer Millionärstochter gegen eine Rentnerin berichtet sowie über das Musical „Zurück in die Zukunft“, das seine Premiere feiert.
Bildquelle: Martin Kraft via Wikimedia Commons (CC BY-SA 4.0)