Die KI-Anwendung Sora, entwickelt von OpenAI, wird bald nicht mehr verfügbar sein.
San Francisco
26.03.2026 / 06:58
Die von OpenAI, dem Schöpfer von ChatGPT, entwickelte KI-Video-App Sora, die es Nutzern ermöglicht, Videoclips aus einfachen Textvorgaben zu generieren, steht vor der Schließung.
Sora-Software galt als innovativ
Die im Jahr 2024 erstmals präsentierte Sora-Software sorgte für großes Aufsehen und wurde als bahnbrechend für die Videoproduktion angesehen, da sie realistisch wirkende Umgebungen und Charaktere erzeugt. Vor etwa einem halben Jahr wurde zudem eine eigenständige App veröffentlicht, die es Nutzern ermöglichte, selbst in den generierten Videos aufzutauchen.
OpenAI hat bislang keine Informationen darüber veröffentlicht, warum und wann genau Sora eingestellt wird. In Berichten amerikanischer Medien wurde in den letzten Wochen darauf hingewiesen, dass OpenAI, als Vorreiter im Bereich Künstliche Intelligenz, zunehmend den Druck durch Wettbewerber wie Anthropic und Google spürt und sich daher stärker auf das potenziell lukrative Geschäft mit Unternehmen konzentrieren möchte.
OpenAI-Managerin betont Fokussierung
Fidji Simo, die für die App-Entwicklung zuständige Managerin bei OpenAI, äußerte sich bereits in der vergangenen Woche auf der Plattform X und betonte, dass Unternehmen Phasen des Experimentierens und der Fokussierung durchlaufen. Dabei sei es entscheidend, Ablenkungen zu vermeiden.
Sora hat in den letzten Monaten zahlreiche mit Hilfe Künstlicher Intelligenz erstellte Videos hervorgebracht, die sich viral über soziale Netzwerke verbreiteten. Die App war zudem als eine Art soziale Plattform konzipiert.
Milliarden-Deal mit Disney entfällt
Mit der Schließung von Sora wird auch ein im Dezember vereinbarter Milliardenvertrag mit Disney hinfällig, wie das Branchenmagazin „Hollywood Reporter“ berichtet.
Disney hatte angekündigt, eine Milliarde Dollar in OpenAI zu investieren und Charaktere des Unternehmens, darunter Micky Maus und Iron Man, in die Videos integrieren zu lassen.
Bildquelle: ai-generated