Die Toten Hosen, unter anderem vertreten durch Campino, präsentieren ihr neues Album, das eine emotionale Achterbahnfahrt bietet. Bei den Zugaben eines Konzerts wurden sogar Alphörner zum Einsatz gebracht.
Das neue Werk der Band, das den Titel „Trink aus! Wir müssen gehen“ trägt, wird am 29. Mai veröffentlicht und markiert das 16. Studioalbum der Toten Hosen in ihrer mittlerweile 44-jährigen Geschichte. Nach einer neunjährigen Pause ist dies voraussichtlich das letzte reguläre Album der Band.
Das erste Lied „Wir waren nie weg“ eröffnet das Album mit kraftvollen Klängen und einer Botschaft, die den Fans gefallen dürfte: „Wir gehen nie weg.“ Bereits mit dem zweiten Titel „Die Show muss weitergehen“, der zuvor als Single veröffentlicht wurde, wird deutlich, dass die Gerüchte über das Ende der Band möglicherweise unbegründet sind.
Emotionale Themen und persönliche Botschaften
Im Verlauf des Albums werden die Hörer in ein Wechselbad der Gefühle versetzt. Die Texte sind nachdenklich und melancholisch, mit Liebeserklärungen an Campinos Sohn Lenn in dem Song „Glück“, an Menschen mit Zivilcourage in „Kein Blatt zwischen uns“ und an die Heimatstadt Düsseldorf in „Du hast keinen Dom, keinen Pulsschlag aus Stahl…“
Das Album behandelt auch schwerwiegende Themen wie den Tod in „Augen zu“ und einen Heiratsantrag in „Ich will“. Politische Anspielungen sind in „Schlechte Nachbarn“ zu finden, das im typischen Hosen-Stil gehalten ist. Der letzte Song „Trink aus! Wir müssen gehen, waren eh‘ schon viel zu lange unterwegs“ klingt stark nach einem Abschied.
Ein kreativer Prozess und ein eindrucksvolles Cover
Die Band hat sich intensiv mit der Produktion des Albums beschäftigt und verbrachte über zwei Jahre im Studio. Das Cover des Albums, gestaltet von dem renommierten Fotografen Andreas Gursky, zeigt ein scheinbar reparaturbedürftiges Auto am Rheinufer und schließt damit den Kreis zu ihrem ersten Album-Cover „Opel Gang“ von 1983.
In einer Dokumentation wird deutlich, dass die Entscheidung, das letzte Album zu veröffentlichen, intern umstritten war. Campino äußerte sich dazu im Interview:
„Dass man sich noch mal auf ein ganzes Album einlässt, das wird auf keinen Fall passieren. Bei aller Wehmut, die wir da selbst empfinden: Das Gefühl, dass es so richtig ist, überwiegt bei Weitem.“
Ungewisse Zukunft für Live-Auftritte
Ob das für Juli 2027 in Düsseldorf geplante Konzert das letzte der Band sein wird, bleibt unklar. Campino schloss eine Unplugged-Tour nicht aus und betonte:
„Ich freue mich wirklich über das, was wir da hinterlassen, aber es war auch eine Kraftanstrengung.“
Von ursprünglich 200 bis 300 Liedideen blieben letztlich 15 Lieder für das Album übrig. Campino zeigte sich mit einigen der Songs sehr zufrieden und nannte „Was ist mit uns los“ als wichtigen Bestandteil des Albums. Auch „Schlechte Nachbarn“ und „Lass mal nicht machen“ gefielen ihm gut.
Ein Bonusalbum voller Überraschungen
Zusätzlich zu den neuen Songs wird es ein Bonusalbum mit dem Titel „Alles muss raus“ geben. Darin haben die Toten Hosen 25 Coverversionen neu interpretiert und mit den Originalkünstlern im Duett aufgenommen. Campino arbeitete dabei mit Größen wie Vicky Leandros, Wolf Biermann, Bettina Wegner und anderen zusammen.
Er erklärte:
„Der einzige Parameter war: Mit wem wollen wir unbedingt nochmal arbeiten und wer ist uns bislang durch den Rost gefallen?“
So entstand auch eine neue Version des BAP-Klassikers „Kristallnaach“ aus dem Jahr 1982, dem Gründungsjahr der Toten Hosen.
Quellen: mopop
Bildquelle: KI generiert