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Jetzt: „Weltweihnachtscircus“ verzichtet ab sofort auf Tiere

Der „Weltweihnachtscircus“ vollzieht einen Kurswechsel: Nach anhaltenden Protesten und Kritik aus dem Publikum verzichtet er künftig komplett auf Tiere in seinen Shows.

Jetzt: „Weltweihnachtscircus“ verzichtet ab sofort auf Tiere

Tierschützer haben einen Aufkleber am Plakat des „Weltweihnachtscircus“ in Stuttgart angebracht. Influencer Malte Zierden hatte schwere Vorwürfe erhoben.

Stuttgart

10.01.2026 / 09:01

Von: medina naim

Erst gab es Ärger um die Taubenshow im Programm, dann folgte die Absage – und nun der komplette Kurswechsel: Der „Weltweihnachtscircus“ Stuttgart wird künftig ganz ohne Tiere auftreten. Auch Tieraktivist Malte Zierden meldet sich erneut zu Wort.

Der „Weltweihnachtscircus“ zieht einen klaren Schlussstrich: Künftig sollen keine Tiere mehr auftreten müssen. Dies kündigte Zirkusgründer und Impresario Henk van der Meijden an, wie die „Stuttgarter Zeitung“ berichtete. Grund seien lang anhaltende Proteste sowie kritische Stimmen aus dem Publikum – in der vergangenen Saison seien sie ernster und lauter gewesen denn je.

Auch der bekannte Tieraktivist Malte Zierden trug dazu bei. Er hatte vor wenigen Wochen zusammen mit den Tierschutzorganisationen „Team Tierschutz“ und „animalrebellion“ auf eine tierschutzwidrige Taubenshow im Programm des Zirkus aufmerksam gemacht. Kurz darauf wurde die Show abgesagt.

Jetzt verkündete Zierden in seiner Instagram-Story, sichtlich bewegt und mit zitternder Stimme, dass Deutschlands größte Zirkusveranstaltung künftig vollständig auf Tiere verzichten werde. Zugleich bedankte er sich beim Weltweihnachtscircus Stuttgart.

Rechtlich wäre der Einsatz von Tieren weiterhin möglich gewesen – der Zirkus habe gegen keine Regeln verstoßen. Umso deutlicher wird betont, dass dieser Schritt freiwillig erfolgte. Dennoch entschied sich die Leitung für den kompletten Verzicht. „Das Wohl der Tiere liegt uns sehr am Herzen, und ein tierfreier Zirkus ist nach heutiger Sicht eine Weiterentwicklung unseres Programms“, so van der Meijden.

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Bildquelle: ai-generated

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