„Die Harkortstraße ist ein faszinierender Ort, an dem Geschichte und Zukunft aufeinandertreffen“, sagt Anke Geffers.
Die Harkortstraße in Altona-Nord, benannt nach dem Eisenbahnpionier Friedrich Harkort, erstreckt sich über etwa 900 Meter zwischen dem Lessingtunnel und der Stresemannstraße. Diese Straße ist ein eindrucksvolles Beispiel für den Kontrast zwischen modernem Städtebau und den Relikten der Industrialisierung. Auf der einen Seite stehen die neuen Wohnhäuser der Neuen Mitte Altona, während auf der anderen Seite die Überreste des ehemaligen Güterbahnhofs Altona das Straßenbild prägen.
Ein Blick in die Vergangenheit und Zukunft
Die Geschichte der Harkortstraße ist eng mit dem Güterbahnhof Altona verbunden. Noch heute sind viele ehemalige Bahngebäude sichtbar, die das Stadtbild prägen. Gleichzeitig fungiert die Straße als Hauptachse für das Wohngebiet Neue Mitte Altona, wo bis 2030 der Bau von rund 2000 Wohnungen auf dem Gelände der ehemaligen Holsten-Brauerei geplant ist.
Die ehemaligen Lokschuppen des Güterbahnhofs haben sich in ein Einkaufszentrum mit Industriecharme verwandelt. Der Künstlerbedarf „Boesner“ hat einen großen Teil des Areals bezogen, während sich gegenüber ein Supermarkt, ein Bäcker und ein Drogeriemarkt befinden, die bequem ohne Parkplatzprobleme erreicht werden können.
Ein Park der Kontraste
Der 2,7 Hektar große Park in der Neuen Mitte Altona vereint Alt und Neu. Hier finden sich Spielplätze, Grünflächen und das markante Metallgerüst, das als „Akropolis von Altona“ bekannt ist. Dieses Stahlgerüst bleibt als Relikt der Bahnvergangenheit erhalten und verleiht dem Park einen besonderen Charakter.
Mitten im Park steht die Kleiderkasse, ein denkmalgeschütztes Gebäude, in dem früher Bahnarbeiter ihre Dienstkleidung und Löhne erhielten. Heute beherbergt es eine Kita und das Restaurant „Blaue Blume“, das in der Biergartensaison ein beliebter Ort zum Draußensitzen ist. Vom Park aus ist auch der Bahnwasserturm, ein denkmalgeschütztes Bauwerk aus den 1950er Jahren, sichtbar, das bald renoviert werden soll.
Kulinarische Vielfalt in der Harkortstraße
Die Harkortstraße bietet eine überraschende kulinarische Vielfalt. Das Café „Beans & Buns“ (Nr. 164, täglich von 9 bis 17 Uhr) ist ein beliebter Ort für ein Frühstück. Mittags lädt das chinesische Restaurant „Half the Sky“ (Platz der Arbeiterinnen, täglich von 12 bis 22 Uhr) zu einem Besuch ein. Zudem gibt es in der „Elma Speisekneipe“ im ehemaligen Hauptgebäude des Güterbahnhofs hausgebackene Kuchen und ein empfehlenswertes Abendessen in ansprechender Umgebung mit Außenbereich (Nr. 81, täglich von 11.30 bis 23 Uhr).
Neues Wohnen in Altona
Die Bebauung der Neuen Mitte Altona mag auf den ersten Blick etwas monoton und dicht erscheinen, jedoch sind breite Radwege und große Freiflächen wie der Platz der Arbeiterinnen vorhanden. Alle Straßen sind nach bekannten Hamburgerinnen benannt, was die Frauen in der Stadtgeschichte würdigt. In den kommenden Jahren wird ein weiteres Wohnquartier für etwa 5000 Menschen entstehen, da die Bebauung des ehemaligen Holstenareals nach Jahren des Stillstands „zeitnah“ beginnen und bis 2030 abgeschlossen sein soll.
Ein bunter Nachbarschaftstreff
Hinter dem trüben Lessingtunnel findet sich die „nette Palette“, ein Nachbarschaftsprojekt, das mit bunten Farben und Holzpaletten zum Draußensitzen im Grünen einlädt. Dieses unkomplizierte und farbenfrohe Projekt bietet einen Ort der Begegnung für die Anwohner.
Quellen: mopo
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