„Das war meine Lebensleistung. Meine Altersvorsorge“, sagt Thomas S., ein 73-jähriger Goldschmied, der in seinem eigenen Haus überfallen wurde. Der Vorfall hat nicht nur seinen Schmuck, sondern auch sein Gefühl der Sicherheit und seine Lebensfreude geraubt.
Überfall auf Goldschmied in Langenhorn
Im März 2025 wurde Thomas S. in seinem Wohnhaus in Langenhorn Opfer eines Überfalls. Während seine Frau im Fitnessstudio war, drangen drei Männer in sein Heim ein und raubten nicht nur wertvolle Gegenstände, sondern auch seine seelische Unversehrtheit. Der Prozess gegen die mutmaßlichen Täter, Dragan P. (49), Marjan A. (47) und Usi S. (24), hat nun begonnen.
Der Überfall: Ein gewöhnlicher Tag wird zum Albtraum
Der Tag des Überfalls begann für Thomas S. wie jeder andere. Nach einem gemeinsamen Frühstück mit seiner Frau machte sie sich auf den Weg ins Fitnessstudio, während er in seine Werkstatt ging, um Schmuck zu polieren. Doch gegen 10:15 Uhr klingelte es an der Tür. Zwei Männer standen davor und täuschten vor, ihm etwas zeigen zu wollen. Plötzlich wurde er angegriffen.
„Er sagte, er würde mir gerne etwas zeigen“, erinnert sich Thomas S. „Dann wurde ich ins Gesicht geschlagen.“ Seine nächste Erinnerung ist, dass er gefesselt auf dem Boden lag, während die Täter ihn nach einem Tresor und Geld fragten. „Wir bringen dich um“, drohten sie ihm, bevor sie ihn knebelten und ihm sogar den Ehering abnahmen.
Die Folgen des Überfalls
Die Täter entkamen mit einer Beute, die auf etwa 250.000 Euro geschätzt wird. Laut Anklage sollen sie das gestohlene Altgold noch am selben Tag in Berlin für rund 19.000 Euro verkauft haben. Thomas S. beschreibt die Auswirkungen des Überfalls als verheerend: „Meine berufliche Existenz, so wie ich sie betrieben habe, ist zerstört. Ich habe keine Ressourcen mehr. Ich kann nichts mehr machen.“
Therapeutische Behandlung und Verlust der Lebensfreude
Der Vorfall hat Thomas S. stark belastet. Er befindet sich derzeit in therapeutischer Behandlung, um mit den psychischen Folgen des Übergriffs umzugehen. „Die Tat hat mich meiner Selbstbestimmung beraubt. Mit der Gewalt, den Todesdrohungen und der Ohnmacht fertigzuwerden, daran arbeite ich bis heute“, erklärt er. Früher war er offen und kontaktfreudig, heute ist er zurückhaltender und denkt täglich an den Überfall.
Prozessverlauf und Ausblick
Die drei Angeklagten verfolgen die Aussagen des Goldschmieds im Gerichtssaal mit regungslosen Mienen. Der Prozess wird am 14. September fortgesetzt, und es wird erwartet, dass die Angeklagten dann ihre Einlassungen machen. Thomas S. hofft auf Gerechtigkeit, doch die seelischen Wunden werden wohl nicht so schnell heilen.
- Frauenüberfall in Frankfurt-Eschersheim: Halskette gestohlen
- Auseinandersetzung am Münchener Ostbahnhof: 32-Jähriger vor Haftrichter
„`
Quellen: mopo, tagesschau, WDR
Bildquelle: Shutterstock
Dieser Text wurde mit Hilfe von künstlicher Intelligenz in Zusammenarbeit mit unserer Redaktion erstellt.