In der Nacht zu Dienstag wurde ein 55-jähriger Mann vor der Drogenhilfeeinrichtung Abrigado in Hamburg angeschossen. Der Vorfall ereignete sich gegen 0.40 Uhr, als die Polizei aufgrund von Zeugenmeldungen über Schussgeräusche alarmiert wurde.
Der Verletzte wurde von einem Notarzt in ein Krankenhaus gebracht, wo er mit schweren, jedoch nicht lebensbedrohlichen Verletzungen behandelt wurde. Berichten zufolge soll er am Bein getroffen worden sein.
Die Polizei reagierte umgehend und setzte ein Großaufgebot ein, um nach den mutmaßlichen Tätern zu fahnden. Trotz des Einsatzes von mehreren Streifenwagen und Hunden blieb die Suche nach den vier Tatverdächtigen erfolglos. Ein Reporter vor Ort berichtete, dass ein Kleidungsstück, das möglicherweise einem der Verdächtigen gehört, im Müll gefunden wurde. Zudem sicherte die Polizei Spuren und Patronenhülsen vor dem Eingang der Drogenhilfeeinrichtung. Mehrere Zeugen wurden befragt, wobei mindestens drei von ihnen zur Polizeistation gebracht wurden. Die Hintergründe der Tat sind derzeit noch unklar, und die Ermittlungen dauern an.
Wiederholte Gewalttaten rund um Abrigado
Die Drogenhilfeeinrichtung Abrigado ist in der Vergangenheit bereits mehrfach in den Fokus von gewaltsamen Auseinandersetzungen geraten. So kam es Mitte Juni zu einem ähnlichen Vorfall, bei dem ein 45-Jähriger angeschossen wurde. Ein 30-Jähriger, der verdächtigt wird, die Schüsse beauftragt zu haben, wurde damals festgenommen. Die Lage rund um die Einrichtung ist angespannt, insbesondere da sich in unmittelbarer Nähe zwei Schulen befinden, was zu Konflikten mit Anwohnern und Eltern führt.
Erst im August präsentierten die Bezirksleitung und die Polizei ein neues Sicherheitskonzept für die Einrichtung. Der Zugang zum Gelände war zuvor auch außerhalb der Öffnungszeiten möglich, da das Schloss am Zaun defekt war. Obwohl es repariert wurde, wurde es nach nur einer Woche erneut aufgebrochen.
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Quellen: mopo, NDR, Bild
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