„Das bringt die dringend benötigten Verbesserungen für Zuverlässigkeit und Stabilität“, sagte Philipp Nagl, der Chef der Infrastrukturgesellschaft DB InfraGo.
Nach der Wiedereröffnung der Bahnstrecke zwischen Hamburg und Berlin dürfen die Züge nun wieder mit einer Höchstgeschwindigkeit von 230 km/h fahren. Diese Entscheidung folgt auf eine Phase, in der die Züge aufgrund von Sanierungsarbeiten nur 160 km/h erreichen durften.
Wiedereröffnung und Geschwindigkeitsanpassung
Die Strecke wurde Mitte Juni 2026 nach umfangreichen Sanierungsarbeiten wieder in Betrieb genommen. Zunächst war die Höchstgeschwindigkeit auf 160 km/h begrenzt, was die Reisezeit zwischen den beiden Städten verlängerte. Nun können die Fahrgäste die Strecke deutlich schneller zurücklegen, was die Reisezeit auf mindestens 1 Stunde und 47 Minuten verkürzt.
Technische Herausforderungen
Dennoch gibt es einige Abschnitte, in denen die Züge weiterhin langsamer fahren müssen. Zwischen Nauen und Berlin sowie zwischen Büchen und Hamburg bleibt die Geschwindigkeit auf 160 km/h begrenzt. Dies liegt daran, dass für diese Bereiche noch ein Software-Update für die neu installierten elektronischen Stellwerke erforderlich ist.
Sanierungsarbeiten und Tests
Die Bahnstrecke war von August des vergangenen Jahres bis Mitte Juni umfassend saniert worden, was eine vollständige Sperrung zur Folge hatte. Nach der Wiedereröffnung mussten verschiedene technische Systeme, darunter die Linienzugbeeinflussung, getestet werden. Dieses System ist entscheidend dafür, dass Züge bei Missachtung von Signalen oder Überschreitung der zulässigen Geschwindigkeiten zum Stehen kommen.
Mit der Freigabe der höheren Geschwindigkeiten auf etwa 170 Kilometern der Strecke wird eine spürbare Verbesserung der Reisequalität für die Fahrgäste erwartet.
Quellen: mopo, Tagesspiegel
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