Rolf Bosse, der Vorsitzende des Mietervereins zu Hamburg, äußerte sich deutlich zu den Gewinnen der Saga Unternehmensgruppe: „Statt Gewinne in den allgemeinen Haushalt fließen zu lassen, müssen sie unmittelbar für Neubau- und Bestandsinvestitionen eingesetzt werden. Nur davon profitieren die Mieter:innen, ebenso wie die gesamte Stadt, langfristig.“
Gewinnrückgang bei der Saga
Die Saga Unternehmensgruppe, die in Hamburg rund 140.000 Wohnungen sowie mehr als 1.400 Gewerbeobjekte verwaltet, hat ihre Geschäftszahlen für das Jahr 2025 veröffentlicht. Obwohl der Gewinn im Vergleich zum Vorjahr um 16 Prozent auf 238,1 Millionen Euro gesunken ist, bleibt das Ergebnis über den Erwartungen.
Der Rückgang des Jahresüberschusses ist darauf zurückzuführen, dass 2024 ein außergewöhnliches Jahr für die Saga war, in dem Rückstellungen nicht benötigt wurden und somit aufgelöst werden konnten. Im Jahr 2024 hatte die Saga einen Rekordgewinn erzielt.
Finanzielle Ausschüttungen an die Stadt
Wie im Vorjahr schüttete die Saga auch 2025 150 Millionen Euro an die Stadt Hamburg aus. Diese Praxis stößt jedoch auf Kritik seitens des Mietervereins, der eine andere Verwendung der Gewinne fordert.
Forderungen des Mietervereins
Bosse betont, dass der Gewinn von knapp 240 Millionen Euro immer noch hoch sei und die Neubauleistung von lediglich 501 Wohnungen nicht ausreiche. Der Mieterverein fordert daher, die Neubaukapazitäten der Saga schrittweise auf 5.000 Wohnungen jährlich bis 2030 und auf 10.000 Wohnungen jährlich bis 2035 zu erhöhen. Der Senat solle die Saga künftig stärker als wohnungspolitisches Instrument einsetzen.
Die Diskussion über die Verwendung der Gewinne und die Notwendigkeit von Neubauten wird in Hamburg weiterhin intensiv geführt, insbesondere angesichts der angespannten Wohnsituation in der Stadt.
Quellen: mopo
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