Die Sorge um Malaria-Infektionen am Hamburger Flughafen ist nach einem aktuellen Vorfall am Frankfurter Flughafen gestiegen, bei dem zwei Mitarbeiter an den Folgen der Krankheit verstorben sind.
„Kein Grund zur Panik, vor allem in Hamburg!“, betont Professor Michael Ramharte, Leiter der Sektion Tropenmedizin am UKE.
Seltene Fälle von Flughafen-Malaria
„Flughafen-Malaria“ bezeichnet einen Ausbruch, der durch importierte Mücken aus endemischen Gebieten verursacht wird. Obwohl solche Fälle extrem selten sind, gibt es immer wieder Infektionen. Am Frankfurter Flughafen haben sich insgesamt sechs Mitarbeiter mit dem Malaria-Virus infiziert, was die Diskussion über die Gefahren an anderen Flughäfen, einschließlich Hamburg, neu entfacht hat.
Risiko am Hamburger Flughafen
Ein Ausbruch von Flughafen-Malaria in Hamburg ist theoretisch möglich, wenn eine infektiöse Anopheles-Mücke mit einem Flugzeug aus einem Malariagebiet eingeschleppt wird. Die Infektion kann dann im Flugzeug, am Flughafen oder in der unmittelbaren Umgebung erfolgen.
„Im Gegensatz zum Frankfurter Flughafen verbindet der Hamburger Flughafen bei Direktflügen in erster Linie europäische Ziele“, erklärt eine Sprecherin des Flughafens.
Geringe Wahrscheinlichkeit eines Ausbruchs
Die Sozialbehörde bestätigt, dass bislang kein Fall von Flughafen-Malaria in Hamburg bekannt ist.
„Der Hamburger Flughafen hat derzeit keine Direktverbindungen zu Flughäfen in Malariagebieten. Das Risiko für Mitarbeitende am Hamburger Flughafen wird daher als sehr gering eingeschätzt“,
so die Behörde weiter. Diese Einschätzung wird durch die Tatsache gestützt, dass der Hamburger Flughafen weniger internationale Verbindungen hat als Frankfurt.
Herausforderung bei der Diagnose
Ein zentrales Problem bei Flughafen-Malaria ist, dass Betroffene oft nicht an die Krankheit denken, da sie nicht selbst in einem Malariagebiet waren.
„Die Symptome sind unspezifisch – etwa Fieber und Magen-Darm-Beschwerden –, weshalb oft zu spät an eine Malaria-Infektion gedacht wird“,
erläutert Professor Ramharte. Besonders betroffen sind häufig Mitarbeiter in der Gepäck-Logistik.
Wichtigkeit der schnellen Behandlung
Eine zügige Diagnose und Therapie sind entscheidend, da jede Malaria vollständig geheilt werden kann, wenn sie rechtzeitig erkannt wird.
„Eine Übertragung von Mensch zu Mensch ist in Deutschland nahezu unmöglich“,
so Ramharte weiter. Dies könne nur durch den Austausch von Blut geschehen, beispielsweise bei einer kontaminierten Bluttransfusion.
Fazit: Sensibilisierung der Mitarbeiter
Die Vorfälle in Frankfurt sollten als Warnung dienen, dass bei ungeklärten, fiebrigen Erkrankungen auch an Malaria gedacht werden sollte. Flughafen-Mitarbeiter werden daher sensibilisiert und angehalten, bei entsprechenden Symptomen schnell einen Arzt aufzusuchen.
„Die Versorgung in Hamburg ist überdurchschnittlich gut“,
so Professor Ramharte abschließend.
Quellen: mopo, tagesschau, Bild
Bildquelle: ML 105 GmbH / Beatrice Mühlberg
Dieser Text wurde mit Hilfe von künstlicher Intelligenz in Zusammenarbeit mit unserer Redaktion erstellt.