„Ich möchte authentische Einblicke in unsere Arbeit geben. Dazu gehört, dass Opfer jetzt mal umkippen“, erklärt Ben Westphal, der als Kriminalhauptkommissar im Rauschgiftdezernat des Hamburger Landeskriminalamts tätig ist.
Mit seinem neuesten Werk „Der Bulle auf St. Pauli“ bringt Westphal die Realität des Drogenkampfes in die Literatur. Der Autor, der auch als Drogenfahnder arbeitet, hat in den letzten Jahren viel erlebt und beobachtet, was sich in der Drogenszene verändert hat.
Ein Drogenfahnder wird zum Krimiautor
Ben Westphal, der unter Pseudonym schreibt, hat sich mit seinen Kriminalromanen einen Namen gemacht. Sein erster Band erschien 2020 im Selbstverlag und war seinem ehemaligen Kollegen Gerd Sehling gewidmet, der nun als Kultfigur in seinen Geschichten auftaucht. Der sechste Band zeigt Sehling, der als True-Crime-Touristenführer arbeitet und in seinem neuen Abenteuer auf der Reeperbahn mit einem Rucksack voller Drogen konfrontiert wird.
Die Realität der Drogenkriminalität
„Die Einfuhrmengen an Drogen in den Hamburger Hafen als Einfallstor nach Europa haben in den letzten fünf Jahren erheblich zugenommen“, berichtet Westphal. Die Zunahme von Morden und Rauschgiftfällen ist alarmierend. „Wir erleben Folterungen, Entführungen und Auftragsmorde mit wachsender Brutalität“, fügt er hinzu. Die organisierte Kriminalität sei sehr innovativ, was die Bekämpfung erschwere.
Einblicke in die Gewaltspirale
Die Gewalt in der Drogenszene hat zugenommen. „Wer in der Drogenszene nachwächst, hat kaum noch Hemmungen, Gewalt anzuwenden“, so Westphal. Diese Entwicklungen spiegeln sich auch in seinen Büchern wider, in denen er versucht, die Realität der Drogenkriminalität authentisch darzustellen.
Spannende Geschichten aus dem Rotlichtmilieu
In „Der Bulle auf St. Pauli“ taucht Westphal tief in das Rotlichtviertel ein. „Segmente verschiedener Verfahren habe ich jetzt zu einer spannenden Geschichte kombiniert“, erklärt er. Gerd Sehling verfolgt heiße Spuren zwischen Bars, Bordellen und Wohnungen, in denen Drogen gelagert werden.
Die Kombination aus fiktiven Erzählungen und realen Erfahrungen macht Westphals Krimis einzigartig. Er möchte den Lesern nicht nur spannende Unterhaltung bieten, sondern auch einen Einblick in die Herausforderungen und Gefahren, mit denen Drogenfahnder konfrontiert sind.
Fazit
Ben Westphal hat sich als Krimiautor etabliert, während er gleichzeitig im Kampf gegen Drogenkriminalität aktiv ist. Seine Bücher sind nicht nur spannend, sondern auch ein Spiegelbild der Realität im Drogenmilieu. Die Leser können sich auf weitere fesselnde Geschichten freuen, die sowohl unterhalten als auch aufklären.
Quellen: mopo
Bildquelle: KI generiert