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Könnte ein Blackout wie in Berlin auch andere Städte treffen?

Nach dem Blackout in Berlin warnt der Beamtenbund vor ähnlichen Vorfällen bundesweit. Experten fordern nun eine „nationale Blackout-Reserve“ für den Katastrophenfall.

Könnte ein Blackout wie in Berlin auch andere Städte treffen?

Die Diskussion über die Möglichkeit eines Blackouts, ähnlich dem in Berlin, gewinnt an Bedeutung. Der Vorsitzende des Deutschen Beamtenbunds dbb, Volker Geyer, hebt hervor, dass die Erfahrungen der Berliner Bevölkerung auch in anderen Städten nicht ausgeschlossen sind. Dies wirft Fragen zur aktuellen Krisenvorsorge auf.

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Nach dem mehrtägigen Stromausfall in Berlin, der viele Bürger in kalten Wohnungen zurückließ, gibt Geyer zu bedenken, dass solche Notlagen jederzeit auch in Städten wie Köln, Stuttgart oder München eintreten können. „Berlin hat gezeigt, dass man nicht auf Krisen dieser Art vorbereitet ist. Das ist eine Katastrophe”, erklärte er in einem Interview. Er fordert eine gründliche Überprüfung der bestehenden Kontrollmechanismen und gesetzlichen Vorgaben für Betreiber kritischer Infrastrukturen.

Ursachen der Krisenanfälligkeit

Ein zentraler Punkt, den Geyer anspricht, ist die Privatisierung der kritischen Infrastruktur. Er nennt hierbei verschiedene Bereiche wie die Energieversorgung und das Telekommunikationsnetz. „Der Staat hat keinen direkten Einfluss mehr”, betont er in Bezug auf die Privatisierung, die zu einer wachsenden Hilflosigkeit in Krisensituationen geführt hat.

In Reaktion auf die vorangegangenen Ereignisse fordert der Deutsche Städtetag die Einrichtung einer „nationalen Blackout-Reserve”. Diese soll mobile Kraftwerke bereitstellen, um die Versorgung bei großflächigen und mehrtägigen Stromausfällen zu gewährleisten. Hauptgeschäftsführer Christian Schuchardt hebt hervor, dass die Versorgung wichtiger Einrichtungen wie Krankenhäuser bereits wichtig sei, jedoch die Versorgung ganzer Quartiere effektiver wäre.

Notwendigkeit einer nationalen Reserve

Am Freitag forderten die Stadtwerke bereits die Etablierung einer nationalen Reserve, um massive Stromausfälle gezielt und schnell bewältigen zu können. Die von dem Verband kommunaler Unternehmen (VKU) vorgeschlagene „Nationale Reserve Blackout und Krisenintervention” könnte mehrere Hundert Megawatt mobile Stromerzeugung umfassen. Obwohl das Technische Hilfswerk und die Bundeswehr bereits Generatoren bereitstellen, könnte die Umsetzung des VKU-Vorschlags erheblich mehr Menschen versorgen.

In Berlin führte ein Brandanschlag, vermutlich von Linksextremisten, zu einem großflächigen Stromausfall, von dem rund 100.000 Menschen betroffen waren. Viele waren mitten im Winter ohne Strom, Heizung, Internet und Mobilfunkzugang.

Bildquelle: Depositphotos

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