Die extremen Temperaturen setzen vor allem Jungtieren zu, wie Ilka Bodmann vom Naturschutzbund (NABU) erläutert. „An sehr heißen Sommertagen entstehen unter Dachziegeln, Kupferblech oder dunklen Brettern enorme Temperaturen. Um dem Hitzetod zu entkommen, suchen die Tiere nach kühleren Bereichen, um nicht zu verbrennen“, so Bodmann. Dies führt dazu, dass kleine Fledermäuse aus ihren Quartieren fallen.
Hitzebedingte Gefahren für Tiere
Die hohen sommerlichen Temperaturen machen nicht nur den Menschen zu schaffen. Auch die Tierwelt leidet unter den Bedingungen. Fledermäuse, die in oder an Gebäuden leben, sind besonders gefährdet. Wenn Menschen auf die Tiere stoßen, sollten sie diese an einen kühleren, katzensicheren Ort bringen. Später können die Fledermäuse an einem schattigen Baum wieder ausgesetzt werden. Laut NABU kann man die Tiere mit einer Pipette oder einem Teelöffel mit Wasser versorgen, wobei das Tragen von Handschuhen empfohlen wird, um mögliche Krankheitsübertragungen zu vermeiden.
Libellen und Fische ebenfalls betroffen
Die Hitze hat auch Auswirkungen auf Libellen. Diese legen ihre Eier im Wasser oder in Wasserpflanzen ab. „Fallen die Gewässer trocken, kann eine ganze Generation verloren sein“, warnt Bodmann. Auch fließende Gewässer sind nicht sicher, da eine niedrige Sauerstoffkonzentration im Wasser für viele Tiere gefährlich ist. Besonders Jungfische reagieren empfindlich auf Sauerstoffmangel. Laut NABU herrschen bei zwei Milligramm Sauerstoff pro Liter bereits tödliche Bedingungen. Bei vier Milligramm sind Fortpflanzung, Wachstum und Aktivität der Fische beeinträchtigt. In der Elbe fiel die Sauerstoffkonzentration in diesem Jahr bereits Anfang Juni auf unter drei Milligramm pro Liter.
Fazit
Die anhaltende Hitze stellt eine ernsthafte Bedrohung für die Tierwelt in Hamburg dar. Sowohl Fledermäuse als auch Fische und Libellen sind von den extremen Bedingungen betroffen. Es ist wichtig, dass die Bevölkerung sensibilisiert wird, um diesen Tieren zu helfen und ihre Lebensräume zu schützen.
Quellen: mopo