„Wir finden das nicht richtig. Der aktuelle Sommer mit der Hitze und ihren Folgen hat gezeigt, wie wichtig der Klimaschutz für die kommende Generation ist“, äußert André Kloss, Mitglied des Elternrats am Gymnasium Rotherbaum, zur Entscheidung des rot-grünen Senats, die finanzielle Unterstützung für rund 100 Hamburger Klimaschulen einzustellen.
Fördermittel für Klimaschulen gestrichen
Die einstige Auszeichnung als „Klimaschule“ galt als Gütesiegel für Schulen, die sich besonders für den Umweltschutz engagieren. Vor zwei Jahren war der Senat noch stolz auf die 98 Klimaschulen in Hamburg. Nun jedoch wird den Bildungseinrichtungen die finanzielle Unterstützung für ihre Nachhaltigkeitsprojekte entzogen.
Das Gymnasium Rotherbaum, das seit 2025 den Status einer Klimaschule trägt, erhielt jährlich 1500 Euro zur Förderung von Projekten wie dem „CO₂-Spartag“ oder dem „Nachhaltigkeitstag“. Diese Veranstaltungen dienten der praxisnahen Vermittlung von Wissen über Energie, Ressourcen und klimafreundliches Handeln.
Vielfältige Projekte zur Umweltbildung
Im Rahmen des Projekts „Green-Kajak“ sammelten die Schülerinnen und Schüler Müll aus der Alster und deren Ufern. Zudem legten sie fünf Hochbeete auf dem Schulhof an, um das Thema „Stadtbegrünung“ praktisch zu erlernen. Experten wurden regelmäßig eingeladen, um über die Zerstörung von Korallenriffen durch den Klimawandel zu referieren.
Bei Ausflügen zu Einrichtungen wie „Hanseatic Help“ erhielten die Kinder Einblicke in Recyclingprozesse. An den „Fair Trade Tagen“ wurden faire Produktionsbedingungen am Beispiel von Bananen- und Rosenplantagen thematisiert. Ein „Fairomat“ bot den Schülern die Möglichkeit, fair gehandelte Süßigkeiten zu erwerben.
Elternrat kritisiert die Entscheidung
Die Streichung der Fördermittel stößt auf wenig Verständnis im Elternrat des Gymnasiums Rotherbaum. Kloss betont: „Die auf Nachhaltigkeit ausgerichtete Arbeit der Schule hat in der Elternschaft breite Unterstützung gefunden. Viele Eltern haben sich in einer AG zusammengeschlossen, um die Begrünung des Schulhofs zu fördern. Es ist wichtig, schon früh ein Bewusstsein für Natur und Umwelt zu schaffen.“
„Aus Sicht des Elternrats ist die Streichung der Klima-Gelder das falsche Zeichen“, fügt Kloss hinzu. „Hamburg hat sich Klimaziele gesetzt und will bis 2040 CO₂-neutral werden. Die Politik sollte sich für eine Richtung entscheiden und dabei bleiben. Alles andere ist widersprüchlich.“
Schulbehörde bleibt stumm
Auf eine Anfrage zur Situation hat die Schulbehörde bislang nicht reagiert. Die Entscheidung des Senats wirft Fragen auf, insbesondere in Anbetracht der aktuellen Herausforderungen im Klimaschutz.
Quellen: mopo, NDR, tagesschau
Dieser Text wurde mit Hilfe von künstlicher Intelligenz in Zusammenarbeit mit unserer Redaktion erstellt.