Die Hamburger Polizei reagiert auf die jüngsten Bedrohungen durch Drohnen und plant die Anschaffung neuer Abwehrsysteme. Innensenator Andy Grote (SPD) betonte:
„Die aktuelle Lage macht nun weitere konsequente Schritte erforderlich. Mit der Anschaffung von drei modernen Drohnenabwehrsystemen bauen wir unseren Schutz gegen hybride Angriffe nun sehr schnell deutlich aus.”
Erweiterung der Drohnenabwehr
Nach dem versuchten Anschlag auf dem Flughafen Leipzig im August wird die Drohnenabwehr in Hamburg ausgebaut. Die Innenbehörde gab bekannt, dass drei Detektions- und Abwehrsysteme für insgesamt 4,2 Millionen Euro beschafft werden sollen. Diese Systeme stammen vom Unternehmen Argus Interception und sollen noch in diesem Jahr in Betrieb genommen werden.
Technologie und Einsatzmöglichkeiten
Das neuartige System, das auch von der Bundeswehr genutzt wird, ist in der Lage, Drohnen zu bekämpfen, die ähnlich wie bei dem Vorfall in Leipzig eingesetzt wurden. Laut einer Sprecherin der Behörde scannt das System den Luftraum mit verschiedenen Sensoren. Sobald eine Drohne entdeckt wird, kann ein Operator eine Abfangdrohne starten, die das verdächtige Flugobjekt mit einem Netz einfängt. Diese Methode ermöglicht den Einsatz im städtischen Raum, insbesondere zum Schutz kritischer Infrastrukturen und bei öffentlichen Veranstaltungen.
Finanzierung und Kooperationen
Die Finanzierung der 4,2 Millionen Euro erfolgt aus dem Hamburger Anteil des Infrastruktursondervermögens des Bundes, das insgesamt rund 60 Millionen Euro umfasst. Zudem arbeitet die Polizei eng mit der Hafenbehörde HPA und dem Unternehmen Rheinmetall an der Entwicklung einer umfassenden Drohnenabwehr für den Hamburger Hafen.
Vorbereitungen auf Großveranstaltungen
Bereits vor der Fußball-Europameisterschaft 2024, die teilweise in Hamburg stattfinden wird, hatte die Polizei mit dem Aufbau einer Drohnenabwehr begonnen. Der Polizeipräsident Falk Schnabel erklärte:
„Die Polizei Hamburg kann mit den neuen mobilen Systemen flexibel und lageangepasst auf Bedrohungen reagieren, insbesondere im Umfeld kritischer Infrastruktur und bei Großveranstaltungen.”
Reaktionen aus Schleswig-Holstein
Auch das benachbarte Schleswig-Holstein reagiert auf die wachsende Bedrohung durch Drohnen. Innenministerin Magdalena Finke kündigte Anfang September an, dass die Landespolizei über 50 neue Stellen für die Drohnenabwehreinheit sowie für die damit verbundene Ermittlungsarbeit geschaffen hat. Zudem wird in moderne Drohnenabwehrtechnik investiert, um eine mehrstufige Abwehr zu gewährleisten, die von der frühzeitigen Detektion bis zur gezielten Intervention reicht.
Für weitere Informationen zu den Vorfällen in Hamburg-Heimfeld, besuchen Sie den Artikel auf Deutschland Echo.
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Quellen: mopo, tagesschau, n-tv
Bildquelle: Depositphotos
Dieser Text wurde mit Hilfe von künstlicher Intelligenz in Zusammenarbeit mit unserer Redaktion erstellt.