„Autos sind für mich der Inbegriff von Freiheit und Unabhängigkeit“, erklärt die Hamburger Designerin Hanna Schönwald. Mit ihrem neuesten Projekt, einem Art Car des HWA EVO.R, das für das berühmte 24-Stunden-Rennen am Nürburgring gestaltet wurde, möchte sie Klischees in der Automobilwelt aufbrechen und die Verbindung zwischen Motorsport, Design und Kunst verdeutlichen.
Ein neues Kapitel in der Automobilkunst
Schönwald, die sich als Künstlerin und Designerin etabliert hat, sieht in Autos nicht nur technische Meisterwerke, sondern auch Kunstobjekte, die Geschichten erzählen. Ihr Art Car ist eine Hommage an ihr erstes großes Projekt in der Selbstständigkeit und spiegelt ihre Faszination für Automobile wider. „Mir war wichtig, dass die Kunst nicht nur mit dem Auto verschmilzt, sondern auch mit der Umgebung arbeitet“, so die 30-Jährige.
Die Faszination für Automobile
Die Leidenschaft für Autos begann bei Schönwald bereits in der Kindheit. „Ich wurde definitiv von Filmen wie Fast and the Furious oder Cars geprägt“, erinnert sie sich. Diese Begeisterung für Fahrzeuge und deren Design hat sie bis heute begleitet. „Das Auto ist für viele Menschen ein Symbol von Freiheit“, betont sie und verweist auf die vielfältigen Zugänge, die das Thema bietet.
Ein Blick auf die Hamburger Autoszene
Die Hamburger Autoszene beschreibt Schönwald als „hanseatisch zurückhaltend“. Sie hebt hervor, dass die Stadt eine spannende Automobilkultur bietet, die oft weniger laut auftritt als in anderen Metropolen. „Gerade dadurch entdeckt man hier viele interessante Menschen und Projekte oft erst auf den zweiten Blick“, sagt sie.
Klischees und Herausforderungen für Frauen
„Autos gelten als Männersache. Wie falsch ist dieses Klischee?“, wird Schönwald gefragt. Sie antwortet: „Es ist nur ein Klischee und keine Tatsache. Die Begeisterung für Gestaltung, Technik oder Motorsport hat schließlich nichts mit dem Geschlecht zu tun.“ Dennoch hält sie fest, dass Frauen in der Automobil- und Tuning-Szene oft mehr beweisen müssen als Männer. „Ich glaube, im Durchschnitt müssen sich Frauen generell mehr beweisen als Männer“, so Schönwald.
Der Weg zu mehr Gleichheit
Um die Sichtbarkeit von Frauen in der Autoszene zu erhöhen, plädiert Schönwald dafür, dass Frauen nicht mehr ständig beweisen müssen, dass sie „wirklich Ahnung haben“. „Sobald Interesse nicht mehr überraschend wirkt, sondern normal, verschwindet auch die Ausnahmerolle“, erklärt sie. Sie ist optimistisch, dass sich die Wahrnehmung in der Zukunft weiter verändern wird.
Die Zukunft der Automobilkultur
Schönwald sieht das Auto als ein vielschichtiges Objekt, das weit über Lärm und Status hinausgeht. „Ich denke, das Auto hat deutlich mehr Facetten als nur Lärm, Umwelt oder Status. Deshalb würde ich sagen: absolut zeitgemäß“, betont sie. Die Leidenschaft für Autos werde sich zwar verändern, aber nicht verschwinden. Junge Generationen interessieren sich zunehmend für Design, Nachhaltigkeit und die Geschichten hinter den Fahrzeugen.
Fazit
Am Ende bleibt die Sehnsucht nach Freiheit und Individualität, die das Auto symbolisiert, für viele Menschen bestehen. „Diese Sehnsucht nach Freiheit und Individualität ist heute genauso aktuell wie vor 50 Jahren und wird es vermutlich auch bleiben“, schließt Schönwald. Ihr Engagement in der Automobilwelt zeigt, dass Frauen in dieser Branche nicht nur Platz haben, sondern auch eine wichtige Stimme einnehmen.
Quellen: mopo
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