Hamid Mossadegh sieht sich schweren Vorwürfen gegenüber. Der bekannte Auto-Moderator und Hamburger Luxusautohändler muss sich im Oktober vor dem Luzerner Kriminalgericht verantworten. Dies wurde nach einem ursprünglich angesetzten Termin bekannt, der nicht zustande kam, da Mossadegh nicht persönlich erschienen war.
Neuer Verhandlungstermin im Fall Mossadegh
Die Hauptverhandlung ist für den 28. Oktober 2026 um 13.30 Uhr angesetzt. Medienberichten zufolge drohen dem 45-Jährigen im Falle einer Verurteilung bis zu vier Jahre Haft. Die Schweizer Staatsanwaltschaft wirft Mossadegh vor, am 8. Juni 2021 mit drei Supersportwagen, darunter ein McLaren P1 und zwei Ferraris, insgesamt sieben erhebliche Geschwindigkeitsüberschreitungen begangen zu haben.
Vorwürfe und mögliche Strafen
Die Geschwindigkeitsüberschreitungen sollen unter anderem Geschwindigkeiten von bis zu 150 km/h innerorts und über 200 km/h auf der Autobahn umfasst haben. Die Staatsanwaltschaft fordert aufgrund der vorsätzlichen Verletzung grundlegender Verkehrsregeln eine Freiheitsstrafe von bis zu vier Jahren. Mossadegh gilt jedoch bis zu einer möglichen Verurteilung als unschuldig.
Reaktionen von Mossadegh und RTL2
„Wer sportliche Autos liebt, trägt im Straßenverkehr eine besondere Verantwortung! Das ist mir heute klarer als noch vor fünf Jahren. Dem Verfahren stelle ich mich selbstverständlich“, erklärte Mossadegh.
Sein Anwalt betonte, dass die Vorwürfe auf Videoauswertungen basieren und nicht auf Blitzeraufnahmen. Der Fernsehsender RTL2, bei dem Mossadegh als Moderator tätig ist, gab an, keine weiteren Folgen mit ihm zu planen, solange das Verfahren läuft. Aktuell bestehen nach Angaben seines Anwalts keine konkreten Vereinbarungen über zukünftige Sendungen.
Karriere und persönliche Herausforderungen
Mossadegh wurde durch seine Firma Continental Cars bekannt, die Sportwagen an Prominente und Profifußballer verkauft. Im Jahr 2024 veröffentlichte er seine Autobiografie „Mit 330 PS in ein neues Leben“, in der er über seinen beruflichen Aufstieg sowie persönliche Herausforderungen wie Existenzängste, Depressionen und Suizidgedanken berichtet.
Rechtliche Auseinandersetzungen
Zusätzlich war Mossadegh in einen Zivilrechtsstreit mit seinem ehemaligen Geschäftspartner Nigel de Jong verwickelt. Im Jahr 2020 wurde er vom Landgericht Hamburg verurteilt, rund 815.000 Euro an den ehemaligen HSV-Profi zu zahlen, was er zwischenzeitlich bestritten hatte.
Quellen: mopo
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