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Flixtrain verdoppelt Zugverbindungen zwischen Köln und Hamburg – mehr Fahrten geplant.

Flixtrain plant, die wöchentlichen Verbindungen zwischen Köln und Hamburg bis 2027 zu verdoppeln. Damit wird der Anbieter zur ernsthaften Alternative zur Deutschen Bahn, obwohl es Herausforderungen bei der Fahrzeugbeschaffung gibt.

Flixtrain verdoppelt Zugverbindungen zwischen Köln und Hamburg – mehr Fahrten geplant.
Frederik Wrobel auf Pexels

Flixtrain intensiviert seine Aktivitäten im Wettbewerb mit der Deutschen Bahn auf der wichtigen Strecke zwischen Köln und Hamburg. Das Unternehmen hat angekündigt, die Anzahl der wöchentlichen Abfahrten bis zum Jahr 2027 zu verdoppeln. Dies gab Flix-Chef André Schwämmlein in einem Interview bekannt.

Bisher war das Angebot von Flixtrain auf dieser Verbindung begrenzt, was viele Reisende zwang, auf den ICE zurückzugreifen. Neben der Strecke Köln–Hamburg plant Flixtrain auch, die Frequenz auf den Verbindungen zwischen Berlin und Hamburg sowie zwischen Berlin und Leipzig erheblich zu erhöhen.

Flixtrain setzt auf bestehende Züge

Um den Ausbau des Angebots zu realisieren, wird Flixtrain zunächst auf die vorhandenen Züge zurückgreifen. Dies geschieht durch eine Erhöhung der Taktfrequenz sowie durch den Einsatz längerer Züge. Die neu bestellten Hochgeschwindigkeitszüge des spanischen Herstellers Talgo, insgesamt 65 Einheiten für etwa 2,4 Milliarden Euro, werden jedoch erst ab 2028 in Betrieb genommen. Mit diesen neuen Zügen soll auch München in das Netz integriert werden.

Wettbewerb auf der Schiene nimmt zu

Der zunehmende Wettbewerb im Schienenverkehr wird auch durch ein Verfahren bei der Bundesnetzagentur in Bonn deutlich. Dort verhandelt der italienische Hochgeschwindigkeitsanbieter Italo um langfristige Trassenzugänge, um ab 2028 ebenfalls in Deutschland fahren zu können. Die Tochtergesellschaft der Deutschen Bahn, InfraGO, hat bisher die geforderten Sonderkonditionen abgelehnt.

„Wir möchten, dass unsere Kunden nicht in die Situation kommen, Flix nutzen zu wollen, aber nur einen ICE zur gewünschten Zeit finden“, erklärte Schwämmlein zur Motivation hinter dem Ausbau des Angebots.

Marktanteil der Deutschen Bahn bleibt dominant

Der Wettbewerb im Fernverkehr ist nach wie vor stark asymmetrisch. Laut aktuellen Berichten hält die Deutsche Bahn im Fernverkehr mit ihren ICE- und Intercity-Zügen einen Marktanteil von über 95 Prozent. Flixtrain ist seit 2018 im Fernverkehr aktiv, jedoch bislang nur auf wenigen Strecken und mit einer vergleichsweise geringen Taktung.

Die geplanten Änderungen könnten dazu führen, dass Flixtrain eine ernsthafte Alternative zur Deutschen Bahn wird, insbesondere für Reisende zwischen Köln und Hamburg.


Quellen: t-online

Bildquelle: Frederik Wrobel auf Pexels

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