Die Kontroversen um die ZDF-Ausladung des Künstlers Danger Dan haben auch Hamburgs Finanzsenator Andreas Dressel (SPD) auf den Plan gerufen. Dressel äußerte sich in einem Interview und stellte klar, dass sein „Herz“ für das Video zu Danger Dans neuem Song „Keine Angst“ auf Instagram kein Versehen war.
Das ZDF hatte Danger Dan ausgeladen, da sein Lied als möglicher Aufruf zur Gewalt gegen Rechtsradikale interpretiert werden könnte. Diese Entscheidung sorgte für erhebliche Aufregung. Dressel betonte, dass politische Satiresendungen im öffentlich-rechtlichen Rundfunk in der Lage sein sollten, „unbequeme Musikbeiträge und Kontroversen“ zuzulassen. Er verwies auf die Redaktion der Sendung „Die Anstalt“, die sich ebenfalls über die Ausladung des Künstlers empörte.
Familienbezug und Unterstützung für Danger Dan
Dressel erklärte, dass er einen persönlichen Bezug zu Danger Dan habe, da seine Frau ein Fan des Rappers ist und das nächste Konzert in Hamburg besuchen möchte. „Insofern war die Ausladung in der Familie heute schon reichlich Thema“, so der Finanzsenator.
Inhalt des Songs und Reaktionen
In seinem neuen Lied thematisiert Danger Dan den Widerstand gegen Rechtsradikale. Begleitet von melodischer Klaviermusik, singt er über das Geldsammeln, das Sprayen von Parolen und das Ausspähen von Wohnorten. Der Refrain ermutigt dazu, sich zu organisieren und gemeinsam zu kämpfen: „Koordiniert euch, fangt an zu trainier’n, wenn ihr zusammen kämpft, dann kann es funktionier’n.“ Das ZDF sieht in diesen Texten einen Aufruf zur Gewalt und verweist auf Verbindungen zu linksextremen Angriffen auf Rechtsextreme.
Dressel zitiert Danger Dans bekanntesten Hit und betont, dass „das alles von der Kunstfreiheit gedeckt“ sei. Der Künstler selbst wies die Vorwürfe zurück und erklärte, dass er niemanden dazu aufrufe, „in den kriminellen Untergrund zu gehen“. Er verabscheue Gewalt, erkenne jedoch an, dass sie bereits Teil der politischen Realität sei.
Das ZDF hat durch die Ausladung des Künstlers dem Video zu „Keine Angst“ zu einer hohen Reichweite verholfen. Innerhalb weniger Stunden erhielt Danger Dan fast 100.000 „Herzchen“ auf Instagram, darunter auch eines von einem Finanzsenator.
Quellen: mopo
Bildquelle: KI generiert