Hamburgs Zweite Bürgermeisterin Katharina Fegebank hat sich klar hinter die Forderungen nach einem Verbot der AfD gestellt. „Wir sollten das Verbotsverfahren jetzt in einer Bund-Ländergruppe vorbereiten und auf den Weg bringen“, erklärte die Politikerin der Grünen.
Wahlen in Sachsen-Anhalt und die AfD
Am kommenden Sonntag findet in Sachsen-Anhalt die Wahl eines neuen Landtags statt. Aktuellen Umfragen zufolge liegt die AfD, die vom Verfassungsschutz als rechtsextrem eingestuft wird, deutlich vor den anderen Parteien.
Unterstützung von Bundespolitikern
Fegebank schließt sich damit den Forderungen von Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) und Baden-Württembergs Ministerpräsident Cem Özdemir (Grüne) an. In einem gemeinsamen Gastbeitrag für eine überregionale Zeitung hatten sie betont: „Wir plädieren aufgrund unserer persönlichen Überzeugung noch einmal eindringlich für eine baldmöglichste Einleitung eines Verbotsverfahrens, mit einem Fokus auf die eindeutig völkischen Landesverbände der AfD in Thüringen, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Brandenburg.“
Die Notwendigkeit eines Verbotsverfahrens
Fegebank bezeichnete ein Parteiverbotsverfahren als eines der stärksten Instrumente der wehrhaften Demokratie. Sie betonte, dass die Anwendung dieses Instruments an strenge politische und rechtliche Voraussetzungen gebunden sei. „Aber wenn wir es mit der Verteidigung unserer Demokratie ernst meinen, müssen wir sogar diesen Weg gehen, wenn diese Voraussetzungen gegeben sind und unsere Demokratie bedroht ist“, so die Bürgermeisterin. Sie teile die Ansicht von Pistorius und Özdemir: „Wir sind jetzt an diesem Punkt.“
Weitere Unterstützung aus Thüringen
Auch Thüringens Innenminister Georg Maier (SPD) hat sich bereits für ein Verbotsverfahren gegen die besonders radikalen Landesverbände der AfD ausgesprochen. Die SPD-Vorsitzende Bärbel Bas hat ebenfalls gefordert, die Prüfung eines Verbotsverfahrens voranzutreiben.
Rechtliche Grundlagen für ein Verbot
„Das Grundgesetz gibt uns diese Option zum Schutz“, erklärte die Bundesarbeitsministerin in einem Interview. „Deshalb müssen wir prüfen, ob die Voraussetzungen für ein Verbotsverfahren gegen die AfD erfüllt sind.“
Die Diskussion um ein mögliches Verbot der AfD gewinnt zunehmend an Fahrt, insbesondere im Kontext der bevorstehenden Wahlen und der wachsenden Besorgnis über rechtsextreme Tendenzen in Deutschland.
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Quellen: mopo, Reuters, Handelsblatt
Bildquelle: Bildquelle: Sorin Basangeac auf Unsplash
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