„Neun Monate! So lange wird die Bergstedter Chaussee nicht befahrbar sein“, äußerte ein Anwohner besorgt über die bevorstehenden Bauarbeiten.
Die Bergstedter Chaussee, eine wichtige Verkehrsader im Hamburger Norden, wird ab dem 5. August 2026 für einen Zeitraum von neun Monaten gesperrt. Die Fahrbahn weist zahlreiche Risse, Unebenheiten und Spurrinnen auf, was nun behoben werden soll. Im Rahmen der Sanierungsarbeiten werden die Fahrbahn, Gehwege und Nebenflächen auf einer Strecke von etwa 550 Metern erneuert. Zudem sind Modernisierungen der Straßenentwässerung und der Ampelanlagen sowie der barrierefreie Umbau von Bushaltestellen vorgesehen.
Ursprüngliche Planungen und Anpassungen
Ursprünglich war der Baubeginn für Ende Juni 2026 geplant. Aufgrund von Kritik seitens Anwohnern und Pendlern an den Umleitungsplänen musste der zuständige Landesbetrieb Straßen, Brücken und Gewässer (LSBG) jedoch die Verkehrsregelungen überarbeiten. Dies führte zu einer Verzögerung des Projektstarts.
Die neuen Regelungen berücksichtigen unter anderem die Beschilderung, temporäre Halteverbote, Busumleitungen sowie die Sicherstellung von Rettungswegen. Die Bauarbeiten erstrecken sich zwischen der Straße Vogtredder und der Heinrich-von-Ohlendorff-Straße und sollen voraussichtlich im Mai 2027 abgeschlossen sein.
Verkehrsführung während der Bauzeit
Nach Angaben des LSBG wird es während der Bauarbeiten keine Schranken geben. Autos und Busse werden über die Nebenstraßen umgeleitet. Provisorische Ampeln sollen den Verkehr an zentralen Querungen regeln, während temporäre Halteverbote die Geschwindigkeit der Fahrzeuge reduzieren sollen.
Fahrzeuge mit einem Gewicht von über 3,5 Tonnen dürfen den Baustellenbereich, mit Ausnahme von Anliegern, nicht befahren, um die Verkehrsbelastung zu minimieren. Über 20 Schilder in Schleswig-Holstein weisen auf die Vollsperrung der Bergstedter Chaussee hin und rufen dazu auf, den Baustellenbereich weiträumig zu umfahren oder alternative Verkehrsmittel zu nutzen.
Sanierungsarbeiten in zwei Phasen
Die Arbeiten beginnen am 5. August um 7 Uhr und finden montags bis samstags in zwei Phasen statt. Während dieser Zeit bleibt die Bergstedter Chaussee vollständig gesperrt. Eine teilweise Befahrbarkeit ist aufgrund der engen Platzverhältnisse im Baustellenbereich nicht möglich, da Sicherheitsabstände eingehalten werden müssen.
Von August bis Ende November 2026 wird zunächst der Abschnitt zwischen der Landesgrenze und dem Volksdorfer Grenzweg saniert. Im Anschluss, vom 1. Dezember bis Mai 2027, wird der Abschnitt vom Volksdorfer Grenzweg bis zum Vogtredder bearbeitet. Die angrenzenden Nebenstraßen bleiben teilweise befahrbar, jedoch können einzelne Zufahrten zeitweise komplett gesperrt werden. Anwohner werden in solchen Fällen rechtzeitig informiert.
Umfangreiche Verbesserungen
Im Rahmen der Sanierung werden auch Gehwege sowie Nebenflächen wie Aufenthaltsbereiche, Grünstreifen und Baumscheiben erneuert und teilweise verbreitert. Die Bushaltestelle Vogtredder wird barrierefrei ausgebaut, während die Bushaltestelle Volksdorfer Grenzweg in den Bereich zwischen dem Volksdorfer Grenzweg und Plaggenkamp verlegt wird, um den Bauarbeiten in Ammersbek Rechnung zu tragen. Darüber hinaus werden die Straßenentwässerung modernisiert, Ampeln erneuert und Kreuzungsbereiche sowie Grundstückszufahrten umgestaltet.
Quellen: mopo, tagesschau, NDR
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