Die Schließung des DB-Reisezentrums am Bahnhof Hamburg-Harburg sorgt für Unmut unter den Fahrgästen. Eine Bahnsprecherin bestätigte, dass die Einrichtung dauerhaft geschlossen bleibt.
Das DB-Reisezentrum, das sich in der Eingangshalle des Bahnhofs befand, wird nicht mehr betrieben. Fahrgäste müssen sich nun auf alternative Möglichkeiten einstellen, um ihre Bahntickets zu erwerben. Laut der Sprecherin wird künftig die HVV-Servicestelle der S-Bahn im DB Service Store im Untergeschoss des Bahnhofs die Ticketverkäufe übernehmen. Dies geschieht im Auftrag der Metronom Eisenbahngesellschaft GmbH und umfasst auch den Verkauf von Tarifen wie dem DB Fernverkehr, dem Deutschlandtarif und dem Niedersachsen-Tarif.
Kritik an der Schließung des Reisezentrums
Die Schließung des Reisezentrums ist das Ergebnis einer Neuvergabe der Nahverkehrsbeauftragung, die am 30. Juni 2026 für die DB Vertrieb GmbH auslief. Seitdem ist die Metronom Eisenbahngesellschaft für den Fahrkartenverkauf in Harburg zuständig und hat die HVV-Servicestelle mit dieser Aufgabe betraut.
Die FDP-Fraktion in Harburg äußerte scharfe Kritik an der Schließung. Fraktionsvorsitzender Dirk Kannengießer betonte: „Der Harburger Bahnhof erfüllt eine wichtige Entlastungsfunktion für den Hamburger Hauptbahnhof und bietet Hunderttausenden Menschen einen direkten Zugang zum Fernverkehr.“ Er forderte, dass diese Bedeutung bei zukünftigen Planungen der Bahn und des Hamburger Senats angemessen berücksichtigt werden müsse.
Forderungen der FDP
Für die FDP ist ein verlässliches Fernverkehrsangebot sowie eine angemessene persönliche Fahrgastberatung unerlässlich. Zudem wird eine langfristige Strategie für den Bahnhof als südliches Fernverkehrstor Hamburgs gefordert, um den Standort zu stärken. „Wer den Hauptbahnhof entlasten will, darf Hamburg-Harburg nicht zum Provinzbahnhof degradieren“, warnte Kannengießer abschließend. Auf die Frage, wie die Bahn auf diese Kritik reagiert, blieb eine Antwort aus.
Quellen: mopo, t-online
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