Ein 47-jähriger Mann hat am S-Bahnhof Hammerbrook sein Leben aufs Spiel gesetzt, um einen verlorenen Blumenstrauß zurückzuholen. Trotz des laufenden S-Bahn-Verkehrs stieg er am Mittwochnachmittag ins Gleis, um sein Eigentum zu retten.
Nach Angaben der Bundespolizei ereignete sich der Vorfall um 16.13 Uhr, als der Mann sich im Bereich von Gleis 1 aufhielt. Zu diesem Zeitpunkt war der reguläre S-Bahn-Betrieb in vollem Gange, was bedeutete, dass jederzeit ein Zug auf der Strecke fahren konnte.
Die Mitarbeiter der DB Sicherheit bemerkten den Mann im Gleis und forderten ihn auf, den gefährlichen Bereich zu verlassen. Der 47-Jährige, ein rumänischer Staatsangehöriger, erklärte den Bundespolizisten, dass ihm ein Blumenstrauß ins Gleis gefallen sei und er danach gesucht habe. Videoaufnahmen zeigen, wie er den Blumenstrauß aufhob und anschließend das Gleis wieder verließ.
Warnung der Bundespolizei
Gegen den Mann wurde ein Ordnungswidrigkeitenverfahren eingeleitet. Die Bundespolizei in Hamburg hat erneut eindringlich davor gewarnt, Gleise und Bahnanlagen zu betreten. In einer Erklärung hieß es:
„Betritt keine Gleise und Bahnanlagen! Nicht um einen Blumenstrauß aufzuheben! Nicht um dein Handy oder deine Dokumente aufzuheben! Nicht als Abkürzung! Nicht zum Sprayen! Nicht für Selfies! Der Aufenthalt im Gleisbereich ist lebensgefährlich und verboten!”
Die Warnung der Bundespolizei ist nicht unbegründet. Lokführer können einem Menschen auf den Gleisen nicht ausweichen, und die Bremswege von Zügen sind oft zu lang, um eine Kollision zu verhindern. Personen, die sich unerlaubt im Gleisbereich aufhalten, gefährden nicht nur sich selbst, sondern auch andere Reisende und Helfer.
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Quellen: mopo, Süddeutsche Zeitung, tagesschau
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