Die Hamburger Staatsanwaltschaft hat Anklage gegen vier Männer erhoben, die im April dieses Jahres einen gewaltsamen Raubüberfall begangen haben sollen.
„Wir sind erleichtert, dass der Fall nun vor Gericht kommt“, sagte ein Vertreter des Opfers.
Überfall in der Nacht zum 2. April
In der Nacht zum 2. April 2026, gegen 1.10 Uhr, sollen die Angeklagten im Alter von 20 bis 31 Jahren an der Rostocker Straße einen Mann überfallen haben. Laut Anklage attackierten sie ihn brutal, schlugen und traten auf ihn ein. Zudem setzten sie Gas- oder Pfefferspray ein, um das Opfer zu immobilisieren.
Raubgut und versuchte Fesselung
Bei dem Überfall entwendeten die Täter dem Mann ein Smartphone, eine Geldbörse mit etwa 50 Euro, eine Jacke im Wert von rund 300 Euro sowie einen Schuh. Die Angeklagten beabsichtigten, die gestohlenen Gegenstände für sich zu behalten. Ein weiterer Vorwurf ist, dass einer der Männer versuchte, das Opfer mit Klebeband zu fesseln.
Bewaffnung der Täter
Ein Angeklagter hatte während des Überfalls ein Tierabwehrspray, einen Schlagring und ein Cuttermesser bei sich. Die anderen Angeklagten waren über die Waffen informiert.
Flucht im Audi A5
Die Männer sollen das Opfer mit Gewalt in einen Audi A5 gezerrt haben, dessen Motor bereits lief. Der 23-jährige Fahrer raste mit durchdrehenden Reifen in Richtung Hansaplatz, als er ein Streifenwagen bemerkte. Dies führte zu einem weiteren Vorwurf: dem Fahren eines verbotenen Kraftfahrzeugrennens.
Drama während der Flucht
Besonders dramatisch war, dass das Opfer während der Flucht mit seinem Oberkörper aus dem Fenster hing und versuchte, auf sich aufmerksam zu machen. Trotz der hohen Geschwindigkeit gelang es den Polizeibeamten nicht, den Audi einzuholen. Erst ein Poller stoppte die Flucht vor dem Hansaplatz. Die vier Männer flohen aus dem Fahrzeug, wurden jedoch kurz darauf von der Polizei gestellt.
Verletzungen des Opfers
Das Opfer erlitt bei dem Überfall mehrere Hämatome und Schwellungen im Gesicht. Zudem wurde seine Schulter ausgekugelt und gebrochen, und er war zeitweise bewusstlos.
Prozessbeginn vor dem Landgericht Hamburg
Der Prozess gegen die vier Angeklagten beginnt am Mittwoch vor dem Landgericht Hamburg. Da zwei der Angeklagten zum Zeitpunkt der Tat noch Heranwachsende waren, könnte die Öffentlichkeit unter bestimmten Bedingungen ausgeschlossen werden.
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Quellen: mopo, tagesschau, Süddeutsche Zeitung
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