„Ihr habt keinen einzigen dicken Menschen dabei“, kritisierte die Hamburger Stand-up-Comedian und Bestsellerautorin Nicole Jäger die neue Awareness-Kampagne von Bäderland Hamburg. Diese Kampagne, die für einen respektvollen Umgang in den Schwimmbädern werben soll, hat in der Öffentlichkeit für Aufsehen gesorgt, da sie eine bestimmte Gruppe von Menschen nicht berücksichtigt hat.
Awareness-Kampagne von Bäderland Hamburg
Mit der Initiative „Awareness bei Bäderland“ möchte das Unternehmen ein Zeichen gegen Diskriminierung setzen. Auf Instagram wurden Bilder von Menschen verschiedener Altersgruppen, Geschlechter und Hautfarben veröffentlicht. Doch die Abbildung von dicken Menschen fehlte, was Jäger und andere Nutzer auf den Plan rief.
Kritik und Vorschläge zur Verbesserung
Jäger, die sich selbst als „dickes Mädchen“ bezeichnet, erklärte, dass viele Menschen mit Übergewicht oft zögern, Schwimmbäder zu besuchen, da sie Angst vor Körperdiskriminierung haben. In einem Instagram-Reel lobte sie die Kampagne, machte jedoch deutlich, dass die Sichtbarkeit dicker Menschen in der Werbung wichtig ist. Sie empfahl, in zukünftigen Kampagnen auch dicke Menschen zu zeigen, um ein Gefühl der Zugehörigkeit zu vermitteln.
Reaktion von Bäderland Hamburg
Auf die geäußerte Kritik reagierte Bäderland in den Kommentaren des Instagram-Videos. Das Unternehmen erklärte: „Die Welt ist bunt und es ist in einem kleinen Bild schwierig, ALLE und ALLES darzustellen.“ Gleichzeitig betonte es, dass es auch andere Motive mit dicken Menschen gebe und dass diese sehr geschätzt werden.
Kontext und Einordnung
Die Kampagne zielt darauf ab, ein respektvolles Miteinander in den Schwimmbädern zu fördern. Bäderland hat angekündigt, dass Personen, die sich „beunruhigt, begafft oder belästigt“ fühlen, sich an das Personal wenden können. In solchen Fällen wird das Unternehmen Maßnahmen ergreifen, um die Situation zu klären, einschließlich der Möglichkeit von Hausverboten oder Anzeigen.
Die Diskussion um die Inklusion von dicken Menschen in der Werbung ist nicht neu, zeigt jedoch, wie wichtig es ist, alle Körperformen in der Gesellschaft sichtbar zu machen. Die Reaktionen auf die Kampagne von Bäderland verdeutlichen, dass es noch Raum für Verbesserungen gibt, um eine wirklich inklusive Botschaft zu vermitteln.
Quellen: mopo, t-online, Der Spiegel
Bildquelle: Wolfgang Weiser auf Pexels
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