Ein Regionalzug im Hamburger Hauptbahnhof (Symbolbild).
Deutschlandticket führt zu signifikanten CO₂-Einsparungen
Das Deutschlandticket, das im Mai 2024 eingeführt wurde, verfolgt das Ziel, den öffentlichen Nahverkehr attraktiver zu gestalten und gleichzeitig die Umweltbelastung durch den Verkehr zu verringern. Laut einem Zwischenbericht zur „Evaluation Deutschlandticket“, der von mehreren Forschungsinstituten im Auftrag des Bundesverkehrsministeriums erstellt wurde, hat das Ticket im Jahr 2024 zu einer Einsparung von rund 2,5 Millionen Tonnen Kohlendioxid im Verkehrssektor geführt.
Ergebnisse der Evaluation
Die Berechnungen basieren auf Umfragen, die ermittelt haben, wie viele Autokilometer durch die Nutzung von Bussen und Bahnen ersetzt wurden. Etwa 12 bis 20 Prozent der Fahrten, die mit dem Deutschlandticket unternommen wurden, wären ohne dieses Ticket mit dem Auto zurückgelegt worden. Dies entspricht etwa 2,5 Millionen Tonnen CO₂, was rund drei Prozent der Gesamtemissionen aus dem privaten Pkw-Verkehr in diesem Jahr ausmacht.
Ausblick auf 2025
„Die sich in den laufenden Erhebungen abzeichnenden Werte für das gesamte Jahr 2025 liegen sehr nahe an den bisherigen Ergebnissen“, heißt es in dem Bericht. Diese Ergebnisse sollen im nächsten Zwischenbericht detailliert dargestellt werden.
Nutzerzahlen und Mobilitätsverbesserung
Das Deutschlandticket ermöglicht bundesweite Fahrten in Bussen und Bahnen des öffentlichen Nahverkehrs. Nach mehreren Preiserhöhungen beträgt der monatliche Preis mittlerweile 63 Euro, und das Abo kann jeweils zum Monatsende gekündigt werden. Laut dem Verband Deutscher Verkehrsunternehmen gab es zu Beginn dieses Jahres etwa 14,6 Millionen Abonnenten. Rund jeder fünfte Einwohner in Deutschland nutzt demnach das Deutschlandticket, was fast eine Million mehr ist als im Vorjahr.
Notwendige Nutzerzahlen für spürbare Effekte
Um eine signifikante Verlagerung des Verkehrs zu erreichen, sind laut dem Verband jedoch rund 20 Millionen Nutzer erforderlich. „Das Deutschlandticket verbessert die Mobilität verschiedener Nutzergruppen, insbesondere für Menschen mit geringerem Einkommen“, wird im Zwischenbericht festgestellt. „Durch die einfache und trotz der Preiserhöhungen weiterhin relativ kostengünstige Nutzung des ÖPNV wird eine verbesserte gesellschaftliche Teilhabe ermöglicht.“
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