In Hollern-Twielenfleth ist es still geworden, nachdem der „Axtmann“ jahrelang für Unruhe sorgte.
Der als „Axtmann“ bekannte Bewohner von Hollern-Twielenfleth hielt über Jahre hinweg Polizei, Feuerwehr und Anwohner in Atem. Diese Berichterstattung ist der sechste und letzte Teil einer Serie über problematische Nachbarn.
Unruhestifter in der Nachbarschaft
Der Mann, der in der Region als „Axtmann“ bekannt ist, erhielt diesen Spitznamen aufgrund seiner bedrohlichen Verhaltensweisen und seiner Neigung, mit einer Axt zu randalieren. Seit etwa 2019 sorgte er in seiner Nachbarschaft regelmäßig für Aufregung.
Er beschädigte nicht nur Gebäude und Straßenschilder, sondern häufte auch Müll um sein Haus an und verbrannte diesen. In einem Zeitraum von zwei Jahren wurden rund 80 Vorfälle registriert, die Polizeieinsätze nach sich zogen.
Gefahren für die Nachbarschaft
Besonders besorgniserregend war die Situation für eine nahegelegene Einrichtung für alkoholkranke Menschen. Der Leiter der Einrichtung äußerte die Befürchtung, dass eines der Feuer auf das reetgedeckte Haus mit etwa 30 Bewohnern übergreifen könnte.
Im Rahmen einer gemeinsamen Aufräumaktion von Landkreis, Gemeinde und Polizei wurden schließlich etwa 20 Kubikmeter Müll von dem Grundstück entfernt. Dabei stießen die Helfer auf Stolperdrähte und Stacheldraht, die zusätzliche Gefahren darstellten.
Rechtliche Konsequenzen
Der „Axtmann“ beschäftigte auch die Justiz. Im Jahr 2023 wurde er verhaftet, weil er eine Geldstrafe von 3000 Euro wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte und Diebstahls nicht beglichen hatte. Eine vorherige zwangsweise Unterbringung in einer psychiatrischen Einrichtung war gescheitert.
Nach seiner Entlassung entspannte sich die Lage zunächst nicht. Zeitweise wurde die Polizei mehrmals pro Woche zu seinem Grundstück gerufen.
Gefahrenstellen auf dem Grundstück
Im Frühjahr 2025 erging sogar eine Warnung an Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienste. Vor dem Haus befand sich eine etwa 1,50 Meter tiefe Grube, die mit einer Fußmatte getarnt war, in die bereits zwei Personen getreten waren.
Auch im Gebäude gab es gefährliche Zustände: Im teilweise überfluteten Keller hingen offene Stromkabel, was das Betreten des Grundstücks als riskant erscheinen ließ.
Ruhige Zeiten in Hollern-Twielenfleth
Inzwischen ist es um den „Axtmann“ ruhig geworden. Seit geraumer Zeit gibt es keine neuen Polizeieinsätze oder Anzeigen mehr.
Im Ort wird spekuliert, warum die jahrelange Serie von Vorfällen abgerissen ist. Einige Anwohner berichten, dass der Mann mittlerweile eine Freundin habe, während andere Gerüchte besagen, er sei nach Stade gezogen.
In Hollern-Twielenfleth ist jedenfalls vorerst Ruhe eingekehrt.
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Quellen: mopo
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