Am 25. November ereignete sich in Bexbach ein tragischer Vorfall, als ein Gerichtsvollzieher während seiner dienstlichen Tätigkeit Opfer eines tödlichen Angriffs wurde. Der 58-Jährige klingelte an der Wohnungstür eines Mieters, um diesem die bevorstehende Zwangsräumung mitzuteilen. In einer unerwarteten Wendung zückte der Mieter ein Jagdmesser und fügte dem Justizbeamten mehrere Stiche zu, die zu fatalen Verletzungen im Kopf- und Oberkörperbereich führten.
Angreifer lässt sich widerstandslos festnehmen
Der Täter, der sich ohne Widerstand der Polizei ergab, gestand die Tat umgehend. Der Prozess vor dem Landgericht Saarbrücken begann am 20. Mai und endete nun mit einem Urteil. Der Mieter wurde zu zehn Jahren Haft verurteilt, nachdem die Staatsanwaltschaft Mord und Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte anklagte. Zudem wird er in einer psychiatrischen Einrichtung untergebracht.
Hintergrund und Reaktionen
Die Staatsanwaltschaft führte in dem Prozess an, dass der Angeklagte zum Zeitpunkt der Tat an einer krankhaften Störung im schizophrenen Formenkreis gelitten habe. Vor Gericht erklärte er, aus Angst vor Obdachlosigkeit gehandelt zu haben. Bereits vor dem Vorfall war dem Mieter eine Frist gesetzt worden, um sich auf die Zwangsräumung vorzubereiten. Der 58-jährige Gerichtsvollzieher hatte sich nicht mit einer Schutzweste ausgestattet, da dies in seinem Ermessen lag.
Trauer um das Opfer
Die Tat hat eine Welle der Trauer ausgelöst. Vor dem Wohnhaus des Gerichtsvollziehers wurden Blumen und Kerzen abgelegt. Die saarländische Justizministerin Petra Berg (SPD) äußerte sich betroffen über den Verlust: „Wir trauern um einen hochgeschätzten Kollegen, der sich über Jahrzehnte hinweg mit großem Engagement und Überzeugung für unseren Rechtsstaat eingesetzt hat.“ Der Getötete hinterlässt eine Familie und viele Freunde.
- Mieter verurteilt wegen Mordes.
- Gerichtsvollzieher starb durch mehrere Messerstiche.
- Politische Reaktionen auf den Vorfall.
Lesen Sie mehr über die Ermittlungen in diesem Fall in dem Artikel Ermittlungen gegen Todespfleger in Aachen: 120 Verdachtsfälle auf dem Tisch.
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Quellen: RTL
Bildquelle: Markus Spiske auf Pexels
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